Monats-Archive: März 2012

Atomenergie: Strahlendes Jülich?

Die Wochenzeitung Kontext widmet sich in einem Dossier der Geschichte der Kernforschungsanlage Jülich.

Dabei wird klar, wie groß die Gefahr in der Nachbarschaft zwischenzeitlich gewesen ist – wer auch immer das mitbekommen haben mag. Vermutlich bestand aber zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung…


So bestand das Dach des AVR zunächst aus simplem Blech. Die Neutronen aus der Kettenreaktion im Reaktorkern sausten in den Jülicher Himmel, wurden durch Luft reflektiert und landeten auf der Anlage und dem umliegenden Wald. „Skyshine“ heißt das Phänomen in der Fachsprache – die bitterböse, unter Umständen Krebs auslösende Variante des Pfingstmythos im Atomzeitalter. In Jülich überstieg diese Strahlenbelastung jahrelang die Grenzwerte bis um den Faktor zehn.
(…)
Der Tschernobyl-Effekt kommt in Gang, wenn sich mehr als 200 Liter Wasser zwischen den heißen Grafitkugeln befinden. Solche Mengen hielten die Jülicher Bedienmannschaften für unvorstellbar. Nachdem sie Wasser im unteren Teil des Reaktors gefunden hatten, stellten sie einen 25-Liter-Behälter unter ein Ventil. In wenigen Sekunden schossen 400 Liter hochradioaktives Wasser aus der Öffnung.

Wer eine halbe Stunde Zeit hat, sollte sich den Text mal ganz durchlesen.

31. März: Voerde schaltet ab!

Am 31. März veranstaltet der WWF erneut den Earth Day:

Die WWF Earth Hour ist eine einfache Idee, die rasend schnell zu einem weltweiten Ereignis wurde. Millionen von Menschen schalten 2012 zum sechsten Mal für eine Stunde am gleichen Abend ihr Licht aus – überall auf dem Planeten. Unzählige Gebäude und Sehenswürdigkeiten in tausenden Städten versinken Jahr für Jahr 60 Minuten lang im Dunkeln, um unseren einzigartigen Planeten und seine Natur zu feiern – und zu demonstrieren, wie wir ihn bewahren können.

Unter dem Motto „Deine Stunde für unseren Planeten“ will der WWF aufzeigen, wie groß das Potential alleine solcher zeitlich beschränkter Umweltschutzmaßnahmen ist – und zugleich anregen, über das eigene Verhalten kritisch nachzudenken.

Die Teilnehmerzahlen stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich an und letztes Jahr nahmen schon fast 2 Millionen registrierte Teilnehmer die Gelegenheit wahr, ein sichtbares Zeichen zu setzen. Ziel ist, dieses Jahr einen neuen Rekord aufzustellen.

Teilnehmen kann jede Person, jedes Unternehmen, jede Einrichtung. Und es wäre schön, wenn sich auch aus Voerde möglichst viele Menschen beteiligen würden.

Mehr Infos dazu gibt es auf der Website des WWF.