Atomenergie: Asse war bekanntes Risiko

Es wird niemanden überraschen, aber jetzt ist es nicht mehr zu leugnen:

Die Asse war als Lager für Atommüll niemals geeignet und hätte nie beschickt werden dürfen. Die verantwortlichen Politiker wußten es und haben trotzdem weitergemacht. Allen voran die damalige Ziehtochter von Helmut Kohl. Damals Umweltministerin, heute Bundeskanzlerin: Dr. Angela Merkel.

Schon 2009 berichtete das ARD-Magazin Kontraste:

Von Anfang an war das Endlager Asse in Niedersachsen instabil. Grundwasser ist in den Salzstock eingedrungen, höhlt das Bergwerk aus. Der Schacht droht dadurch einzubrechen. Und nicht nur das: Die Lauge zersetzt die Fässer mit dem Atommüll. Dadurch ist das Wasser kontaminiert. Die Öffentlichkeit erfuhr davon nichts.

Durch die Hohlräume entsteht eine Spannung im Wirtsgestein, also im Salz, die verseuchte Lauge kann so nach oben gedrückt werden und ins Grundwasser eindringen. Der GAU eines jeden Endlagers.

Angela Merkel ist seit langem mit dem Thema Endlagerung vertraut. Als ehemalige Bundesumweltministerin war sie sogar mitverantwortlich für den fahrlässigen Umgang mit dem Atommüll.

Und im aktuell vorliegenden Forschungsbericht heißt es dazu:

Das marode Salzbergwerk Asse hätte nie zur Lagerung von Atommüll genutzt werden dürfen. Zu diesem Schluss kommt der niedersächsische Untersuchungsausschuss nach mehr als dreijähriger Arbeit in seinem Abschlussbericht.
Politik, Atomwirtschaft und Wissenschaft hätten kritische Stimmen seit den sechziger Jahren beiseite geschoben, um das Endlagerproblem zu lösen und die Eignung von Salzstöcken nachzuweisen. Das gefährliche Eindringen von Wasser in die Asse sei bekannt gewesen, aber ignoriert worden.

Quelle: Zeit online

Wie wäre es, wenn Dr. Merkel mal persönlich die Verantwortung übernähme?

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