Atomenergie: Borssele: 20 strahlende Jahre extra?

Das Atomkraftwerk Borssele, Niederlande, liegt weniger als 300km von Voerde entfernt in Südholland. Mit 39 Jahren Betriebsdauer ist es eines der ältesten Kraftwerke und sollte in 2013 vom Netz gehen.

Schon die Pläne für einen Neubau haben auch in Deutschland massive Proteste hervorgerufen.

Jetzt planen jedoch Betreiber und Regierung, die Laufzeit nochmals um 20 Jahre zu verlängern. Ein Zeitraum für den das Baumaterial nie vorgesehen war. Und wenn man das Kraftwerk mit dem Kraftwerk Tihange in Belgien vergleicht, dass etwa gleich alt ist, stellt man fest, dass zu einem deutlich erhöhten Störfallrisiko kommt. Eine solche Laufzeitverlängerung ist der Albtraum eines jeden Risikomanagers.

Monika Düker, die NRW-Landeschefin der Grünen sagte dazu, dass die Folgen von Materialermüdung und Verschleiß schlicht unkalkulierbar sind. Und genau damit hat sie recht!

Ein solches Risiko darf den Menschen der Region nicht aufgebürdet werden. Und von daher sollte jeder sein Recht zum Widerspruch in Anspruch nehmen: Auf Grund der relativen Nähe steht auch den Bürgerinnen und Bürgern in NRW zu, Widerspruch einzulegen!

Die Einwände müssen postalisch, mit 0,75 € frankiert, an folgende Adresse eingesandt werden:

Bureau Energieprojecten
Inspraakpunt Tweede kerncentrale Borssele
Postbus 223
NL – 2250 AE Voorschoten

Einen Mustereinspruch im Word-Format kann man sich bei Oliver Krischer herunterladen: Klick!

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