Monats-Archive: Juli 2013

Terminhinweis: 2. Betuwe-Gipfel

Am Mittwoch, 31. 07.2013 um 18 Uhr findet in der Kathrin-Türks-Halle in Dinslaken der 2. Betuwe-Gipfel unter Beteiligung der Deutschen Bahn, der Politik und der BI statt.

Weitere Infos auf der Site der BI: Klick!

Fukushima: Im Griff ist anders

Nach wie vor bekommt weder der Betreiber TEPCO, noch die japanische Regierung den havarierten Unglücksreaktor von Fukushima unter Kontrolle:

Am Mittwoch hat die Betreiberfirma Tepco zum wiederholten Mal eine Dampfsäule über Reaktor 3 gemeldet. Seit dem 18. Juli berichtet Tepco fast jeden Tag über das Phänomen, das Atomexperten Rätsel aufgibt. Auch deutsche Wissenschaftler können sich den Dampf nicht erklären. „Es drängt sich keine Hypothese auf“, sagte Sven Dokter, Sprecher der Gesellschaft für Reaktor- und Anlagensicherheit, dem Tagesspiegel. Niemand könne sagen, was sich im Reaktor abspiele, welche Risiken und Gefahren davon möglicherweise ausgingen.

Da mutet es wie ein schlechter Scherz an, dass es in der EU Überlegungen gibt, Atomkraft ähnlich zu subventionieren wie Erneuerbare – weil ja schließlich ein AKW auch keine Kohle verbrenne. Abgesehen von den ohnehin erheblichen (indirekten) Förderungen für Atomstrom zeigt Fukushima doch sehr, sehr deutlich, warum Atomenergie nicht die Energie der Zukunft sein darf!

Bahn -8%, Autobahn +9%

Es dürfte relativ offensichtlich sein, dass die Bahn dem PKW/LKW gegenüber einige ökonomische und viele ökologische Vorteile bietet. Sieht man mal von den Problemen bei BETUWE ab oder Skandalbaustellen wie S21, die allesamt lösbar wären, bleibt unter dem Strich festzustellen, dass Güter und wo möglich auch der Mensch auf die Schiene gehört.

Um so bedauerlicher, dass Deutschland sich – in gutem europäischen Einklang – eher um das Gegenteil bemüht. Denn während im vergangenen Jahrzehnt die Autobahnen in unserem Land um 9 Prozent wuchsen, schwanden 8% der Schienenstrecken.

Der Grund ist offensichtlich, die finanzielle Unterhaltung von Schienen gestaltet sich schwieriger als bei Autobahnen, weil es beim Individualkraftverkehr für Bund und Länder zunächst damit getan ist, die Asphaltstrecke einfach zur Verfügung zu stellen – Nutzen kann die dann jeder wie es ihm beliebt (in den Grenzen der Regeln und Gesetze). Der Schienenverkehr braucht dagegen deutlich mehr Aufwand.

N-TV dazu:

Während einmal gebaute Straßen nicht wieder zurückgestutzt würden, müsse jede Schienenstrecke für den Betreiber wirtschaftlich tragfähig sein, sagte Flege. Obwohl die reine Netzlänge kein ausschließlicher Indikator für Leistungsfähigkeit sei, zeige der Wachstums-Vergleich zwischen Schiene und Straße, „dass in Deutschland die Entwicklung in die falsche Richtung geht“, sagte der Allianz pro Schiene Geschäftsführer.

Hier wäre politisches Steuern verlang, dass man aber in Deutschland von CDU und FDP an der Stelle wohl kaum erwarten darf. Aber auch in Europa müsste die Politik ihren Fokus deutlich verschieben:

Europas Eisenbahnnetz wird immer kleiner, während das Autobahnnetz weiter wächst. Von 2000 bis 2011 sei die Gesamtlänge der Schienenwege um zwei Prozent zurückgegangen, die der Autobahnen habe aber um 27 Prozent zugenommen, teilte die Allianz pro Schiene.

Die Nachwirkungen des GAU in Fukushima

Manchmal ist es ja doch das berühmte „Aus den Augen – Aus dem Sinn“, dass uns schreckliche Ereignisse viel zu schnell vergessen läßt. Und manchmal holen sie uns wieder ein.

So wie die Nachwirkungen des Super-Gau von Fukushima. Hier hat das US-Portal MSN-Now (gehört zu Microsoft) jetzt eine Folge von Fotos veröffentlicht, die die Mutationen der Pflanzen in der betroffenen Region zeigen. Gruselig wäre noch untertrieben. Leider derzeit nur mit englischem Text:

It might be wise to steer clear of vegetables from Japan’s Fukushima area for, oh, say a few hundred years.