Monats-Archive: November 2013

Monsato gibt Deutschland auf – oder auch nicht

Eigentlich ist es ein Grund zu feiern:

Die für Deutschland verantwortliche Managerin von Monsato Ursula Lüttmer-Ouazane erklärt im Interview mit der WAZ-Gruppe, dass der hiesige Markt für Monsato nicht lukrativ genug ist.

Uneigentlich zeigt Frau Lüttmer-Ouazane aber auch gleich, dass es sich dabei nur um einen Abschied auf Zeit handelt. Und das die Taktik des Unternehmens inzwischen weniger direkt und konfrontativ ist, dafür mehr „von hinten durch die Brust ins Auge“:

Ursula Lüttmer-Ouazane (54), Geschäftsführerin von Monsanto in Deutschland, ist unter anderem für den Bereich Kommunikation zuständig. Im Interview mit DerWesten spricht sie über den Strategieschwenk des US-Unternehmens in Deutschland. „In Deutschland werden keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut, aber wir leben längst damit“, sagt die Monsanto-Managerin.

Das bringt zum Ausdruck, dass Monsato nach wie vor das große Zeil verfolgt, auch den europäischen Markt nutzbar zu machen. Irgendwann, so scheint die Logik von Monsato  zu sein, ist der Vormarsch der Gentechnik in Lebensmitteln so allgegenwärtig, dass die Proteste schon schwinden werden. Und Wichtig ist der guten Frau natürlich auch darauf hinzuweisen, dass es zwischen konventioneller Landwirtschaft und einem Multi-Milliarden-Dollar-Gentech-Konzern eigentlich keinen Unterschied gibt:

Monsanto spielt nicht Gott. Wir sind ganz normale Pflanzenzüchter.

Allein es fehlt der Glaube…

Presse: Grüne besorgt über Verwaltungshandeln

Mit Sorge nehmen die Grünen in Voerde die derzeit statt findende Beurteilung alternativer Standorte für den Sportpark Friedrichsfeld zur Kenntnis: Gleichwohl inzwischen auch die Stadtspitze einräumen muss, dass es mehrere geeignete Standorte gibt, von denen einer gleichrangig mit dem Babcockwald bewertet wurde, wird an den alten Plänen fest gehalten.
Berechtigte Kritik, vor allem am massiven Eingriff in die Natur, wird bei Seite gewischt mit dem Argument der „Zeitverzögerung“. Weiterlesen

Zwischenfall im AKW Neckarwestheim: Radioaktive Strahlung ausgetreten

Wie die Stuttgarter Nachrichten  unter Berufung auf den SWR berichten, hat es im Atomkraftwerk Neckarwestheim II einen Störfall gegeben, bei dem auch Radioaktivität freigesetzt wurde:

Offenbar sind aus dem Atomkraftwerk Neckarwestheim II im Landkreis Heilbronn radioaktive Strahlungen ausgetreten. Passiert sei der Vorfall beim Austausch eines defekten Brennelements vor einigen Tagen, wie das Umweltministerium bestätigt.

Wie immer hat natürlich niemals für irgendwen oder irgendwas irgendeine Gefahr bestanden:

Den SWR-Information zufolge ist aus dem AKW, das von EnBW betrieben wird, Ende Oktober vorübergehend das 23-fache der üblichen Menge ausgetreten. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe laut Umweltministerium aber zu keinem Zeitpunkt bestanden.