Monats-Archive: Juli 2015

In Voerde ist man nicht rechts, aber das wird man ja noch sagen dürfen!

Wenn man es wagt, im politischen Raum zu attestieren, dass auch in Voerde eine latent rechte Strömung festzustellen ist, wird man ja gerne dafür angegangen. Besonders von der FDP z. B., die dann auch schon mal auf ihrer Website die große Keule herausholt.

Und dann reibt man sich ja schon verwundert, wenn man mal bei Facebook reinschaut. Da ist der Besorgte Bürger #1., der natürlich nicht rechts ist. Aber in bester rechter Stammtischmanier den Vergleich aufmacht, warum man denn Flüchtlingen helfen sollte, wenn es auch unter Deutschen Armut und Leid gibt. Und man mit der Asylpolitik davon ja nur ablenke.

Da läßt er sich auch nicht nehmen völligen Unsinn zu verbreiten, wie z. B. die Behauptung das es für Wohnungslose in Deutschland keine Hilfsangebote gäbe. Er ignoriert natürlich auch alles andere wie z. B. Sozialleistungen, medizinische Versorgung und und und. Es geht aber ja auch nicht um das was er sagt. Es geht, wenn wir ehrlich sind, nur um Stimmungsmache.

Dann ist da noch Besorgter Bürger #2, der sofort zustimmend einsteigt und direkt wieder von den verpönten „Wirtschaftsasylanten“ spricht. Nein, er sagt nicht, sie seien verpönt, er wählt  nur bewußt einen Begriff, der laut Duden folgende Aussage hat:

Gebrauch: Abwertend

Bedeutung: jemand, dessen Asylantrag als nicht politisch, sondern wirtschaftlich motiviert angesehen wird

Wird sicherlich nur Zufall sein.

Wenig überraschend gibt es natürlich auf Facebook Zustimmung und nur zurückhaltende Kritik. So wie von dem Bürger der mit Recht fragt, ob #1 nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Macht er, dient aber seiner Sache.

Solche Diskussionen (auch im Internet) zeigen, wie wichtig es ist, immer wieder darauf hinzuweisen das es eben auch in Voerde Menschen gibt, die weder das Prinzip „Asyl“ verstanden haben – noch die Notwendigkeit. Und die auch vergessen haben, dass vor gar nicht so langer Zeit viele Deutsche auf der Flucht waren.

Und so lange es solche Diskussionen gibt, werden wir Grüne mit aller Macht dagegen ankämpfen. Denn kein Mensch ist illegal, kein Mensch ist mehr oder weniger Wert als ein anderer. Und Menschen, die in großer Not aus ihrer Heimat geflohen sind, gehört unsere Solidarität und Hilfsbereitschaft. Ohne Wenn und Aber.

Und den Unbelehrbaren, wie den  beiden besorgten Bürgern, empfehle ich folgenden Artikel: „Die neuen Asozialen: Eure Dummheit bringt Deutschland an den Abgrund.“

 

Grubenwässer in den Rhein?

Folgende Pressemittelung haben wir soeben versendet:

Zur aktuellen Diskussion über die Pläne der RAG zum Umgang mit Grubenwässern erklären Jörg Thomas, Sprecher des Ortsverbandes und Stefan Meiners, Fraktionssprecher der Grünen in Voerde:

Die Pläne der RAG zur Einleitung gesammelter Grubenwässer haben in Voerde große Verwunderung ausgelöst. So sollen in Zukunft mehr als 25 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr durch den Lohberger Entwässerunsgraben und über Voerder Stadtgebiet in den Rhein geleitet werden.
Diese Wässer werden ungeklärt eingeleitet. Dabei ist bis heute nicht bekannt, in welchem Umfang diese Wässer mit Salzen, PCB oder anderen Giftstoffen belastet sind. Schuld daran ist unter anderem die Kommunikationspolitik der RAG, die nicht erklärt, welche Art von Abfällen eingelagert wurden und in welchem Ausmaß Auswaschungen stattfinden.
Der Presse könnte man entnehmen,dass die vom Land geforderten Gutachten ebenfalls noch nicht vollständig erbracht wurden.
Die RAG ist aufgefordert, frühzeitig die Politik, so wie alle Bürgerinnen und Bürgern in Voerde über die tatsächlich vorhandene Giftstoffbelastung und Risiken zu informieren. Außerdem müssen Handlungsalternativen aufgezeigt werden, die Belastung des Rheins mit Giften so weit wie möglich zu verhindern.