Monats-Archive: Januar 2016

10 Milliarden sind 10 Milliarden sind 10 Milliarden

Schaffen wir es nun oder schaffen wir es nicht?

Die Diskussion um die Versorgung von Flüchtlingen in Deutschland nimmt ja teils absurde Züge an und dreht sich im Kontext des Merkelschens „Wir schaffen das“ ja auch gerne um die Frage der Kosten. So kam die Zeit im August in eigenen Berechnungen z. B. für 2015 auf Kosten in Höhe von einigen Euro:

Vermutlich wird auch deren Unterbringung und Lebensunterhalt doppelt so viel kosten wie bisher gedacht, rund zehn Milliarden Euro.

Jetzt könnte man natürlich denken: Wow, das ist aber viel Geld. Und an dieser Stelle soll gar nicht darüber diskutiert werden wie viel davon wie wieder zurück fließt. Viel mehr soll hier an dieser Stelle mal verdeutlicht werden, wie verschoben der Fokus in Deutschland im Moment ist. Denn – ebenfalls in der Zeit – heute liest man:

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will in den kommenden 15 Jahren 130 Milliarden Euro in militärische Ausrüstung investieren und den Wehretat dafür erhöhen.

Und das sind nur marginal weniger als 10 Milliarden Euro pro Jahr. Allerdings ganz ohne „schaffen wir das?“ oder die Frage wer das denn noch alles bezahlen soll.  Man könnte allerdings die Frage stellen, wo genau die Milliarden besser angelegt sind: Für Menschen, Bildung und sicheres und freies Leben – oder bei den Kriegsgeräten einer Politik-Generation die immer noch glaubt, man müsse Deutschland am Hindukusch verteidigen.

 

Fracking: Was kann da schon schief gehen

Manchmal ist man ja schon erstaunt: Andere Länder treiben ja schon eine Weile Fracking voran. Die Erfahrungen die man dort macht, sind eigentlich so eindeutig, dass man nicht verstehen kann, wie irgend jemand überhaupt ernsthaft auf die Idee kommen könnte es nachzumachen.

Beispiel Canada, Provinz Alberta:

One earthquake is recorded on average each day in a western Canadian region where companies extract oil by fracking, according to statistics published by the Canadian province’s energy regulatory agency.

(…)

Some days, seismic activity is higher, such as on September 11, 2015, when a record 18 earthquakes were felt.

Und ein kleiner, aber nicht weniger interessanter Nebeneffekt:

Local municipal authorities have warned of the environmental costs of large-scale oil extraction in this region rich in hydrocarbons.

(…)

„We have industry pulling water from our rivers, streams and lakes at rates we feel far exceed their capabilities to replenish themselves.“

Water shortages have become a persistent problem, he said, adding that the municipality had to spend more than Can$300,000 (US$206,000) to bring in potable water for its residents.

Aber wer jetzt glaubt das solche Erfahrungen dazu führen würden Fracking zu verbieten, der hat die Macht der Konzerne unterschätzt…

Falls noch jemand einen Grund für die Abschaltung des Kohlekraftwerks Voerde braucht…

Deutsche Kohlekraftwerke stoßen jährlich sieben Tonnen Quecksilber aus. Grüne fordern schärfere Grenzwerte wie in USA. Diese erfüllt allein der Eon-Block in Datteln.

Stein- und Braunkohlekraftwerke schädigen nicht nur das Klima, sie stoßen auch gesundheitsschädliche Gifte wie Quecksilber aus. Nach einer Studie, die die Grünen-Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben hat und die dieser Zeitung vorliegt, bliesen die 53 deutschen Kohlemeiler im Jahr 2013 rund sieben Tonnen Quecksilber aus. „Es ist technisch möglich, den Quecksilberausstoß von Kohlekraftwerken zu reduzieren, das muss endlich passieren“, fordert der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer.

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