Monats-Archive: Mai 2017

Pressemitteilung: Rechte Straftaten: Starker Anstieg auch in Voerde

Die Antwort auf eine Anfrage von Verena Schäffer, Grüne Landtagsabgeordnete, zur Zahl der von rechts motivierten Straftaten in Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2015 und 2016 liegt nun vor.

Aus der Statistik geht hervor, dass die Zahl der Straftaten noch weiter angestiegen ist. Dazu erklärt Stefan Meiners, Fraktionsvorsitzender in Voerde und Bundestagskandidat Büdnis90/die Grünen für den Wahlkreis Wesel 1:

„Die Zahl politisch rechts motivierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen ist erneut sprunghaft gestiegen – von 3.286 im Jahr 2014 auf 4.700 Straftaten im Jahr 2016.

Diese Entwicklung macht auch vor Voerde nicht halt:

Wurden hier 2014 nur 2 politisch rechts motivierte Straftaten erfasst, sind es in 2015 bereits 5 Straftaten. Im Jahr 2016 sind die Straftaten sogar auf 17 Fälle angewachsen. Ein Anstieg um 240% in einem Jahr!

Betrachtet man den Wahlkreis Wesel 1 mit den Orten Alpen, Hamminkeln, Hünxe, Kamp-Lintfort, Rheinberg, Sonsbeck, Schermbeck, Voerde, Wesel und Xanten, so kommt man von 32 Straftaten in 2012 auf 70 in 2016. Immerhin ein Anstieg um über 100 Prozent.

Die besorgniserregende Entwicklung der ansteigenden rechten Straftaten in ganz NRW ist ein Effekt eines zunehmenden Rechtsrucks durch rechtspopulistische und rechtsextreme Stimmungsmache von Pegida, HoGeSa, AfD und der Partei Die Rechte.

In der Gesellschaft verbreitete rassistische, antisemitische sowie andere menschenverachtende Einstellungen werden von Rechtsextremen immer wieder zur Legitimation ihres Handelns herangezogen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die demokratische Gesellschaft deutlich macht, dass hier kein Platz für rassistische, menschenfeindliche und antidemokratische Kräfte ist.

Eine neue Landesregierung wird sich daran messen lassen müssen, welche Bedeutung für sie die Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus hat. Neben der Fortführung und Weiterentwicklung des integrierten Handlungskonzepts muss sie die 30 gemeinsamen Handlungsempfehlungen aller Fraktionen im NSU-Untersuchungsausschuss zügig umsetzen.“


Edith sagt: Xanten war unter den Tisch gefallen und ist jetzt nachgepflegt.

Rechtsextreme und rassistische Straftaten in NRW weiter gestiegen

Ein Gastbeitrag von Verena Schäfer, MDL

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und
Sprecherin für Innenpolitik und Strategien gegen Rechtsextremismus

 

Seit Jahren ist ein kontinuierlicher Anstieg der politisch rechts motivierten Straftaten in NRW zu beobachten. Zeitgleich zum Aufkommen von HoGeSa und Pegida sowie der Radikalisierung der AfD ist die Zahl der rechten Straftaten deutlich gestiegen: Im Jahr 2014 wurden insgesamt 3.286 Straftaten in NRW registriert, im Jahr 2015 waren es 4.437 und im Jahr 2016 wurde mit 4.700 Straftaten ein neuer trauriger Höchststand erreicht. Wir haben die Zahlen des Innenministeriums in einem Blogbeitrag auf der Seite der Landtagsfraktion ausführlich ausgewertet. Die Entwicklung der Straftaten von 2011 bis 2016 findet sich in dieser Tabelle.

Wir haben auch die Entwicklung der rechtsextremen Straftaten aufgeschlüsselt nach Orten beim Innenministerium abgefragt. Unter den Städten mit den meisten rechten Straftaten über den gesamten Zeitraum 2014 bis 2016 befinden sich Köln, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Wuppertal, Essen und die Städteregion Aachen. Köln stand im Jahr 2016 mit 455 Straftaten an erster Stelle. Dahinter folgten Duisburg (332), Dortmund (308), Düsseldorf (182), Wuppertal (168), Essen (153) und die Städteregion Aachen (143). Im Jahr 2015 zeichnete sich ein ähnliches Bild ab, wobei dort Dortmund mit 424 Straftaten die meisten aufwies. Es folgten Köln (291), Wuppertal (276), Düsseldorf (258), Essen (177), Duisburg (175) und die Städteregion Aachen (136). Unter den genannten Städten sind sowohl Orte mit einer aktiven rechtsextremen Szene als auch Orte, an denen zentrale rechtsextreme Veranstaltungen stattfanden.

Erstmals haben wir auch flüchtlingsfeindliche Straftaten abgefragt. Die Anzahl der Angriffe auf Flüchtlingsunterbringungen ist von 25 politisch rechts motivierten Angriffen im Jahr 2014 auf 222 Angriffe im Jahr 2015 hochgeschnellt. Im Jahr 2016 wurden sogar 484 solcher Straftaten erfasst. Außerhalb der PMK-Statistik werden auch weitere Straftaten gegen Geflüchtete gesammelt. Die entsprechenden Daten haben wir ebenfalls erfragt. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 243 und im Jahr 2016 501 Straftaten gegen Flüchtlingsunterbringungen und Geflüchtete verzeichnet. Die Zahlen von 2015 und 2016 sind nur bedingt vergleichbar, da seit dem 1. Januar 2016 auch Angriffe gegen Geflüchtete selbst und nicht nur Angriffe auf Flüchtlingsunterbringungen erfasst werden. Bereits im letzten Jahr machten die Sicherheitsbehörden darauf aufmerksam, dass die Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte in rund 75 Prozent der Fälle von Personen aus der unmittelbaren Umgebung der Unterkünfte begangen worden seien. Darüber hinaus sei der Großteil (ebenfalls rund 75 Prozent) der Täter*innen der Polizei nicht als Akteur*innen der rechtsextremen Szene bekannt.

Abgefragt haben wir auch die Entwicklung der antisemitischen Straftaten. Hier stieg die Zahl der Straftaten von 270 in 2015 auf 297 in 2016. Die Anzahl der Gewalttaten sank von acht Fällen in 2015 auf zwei Fälle in 2016. Der größte Teil der antisemitischen Straftaten hatte einen rechtsextremen Hintergrund. 2015 waren es 227 von 270 Straftaten. Für 2016 liegt uns leider keine Aufschlüsselung der antisemitischen Straftaten nach Phänomen-Bereichen (PMK-Rechts, PMK-Links oder PMK-Ausländer) vor.

Eine neue Landesregierung wird sich daran messen lassen müssen, welche Bedeutung für sie die Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus hat.

 

Voerder Verkehrspolitik

Verkehrspolitik zum Kopfschütteln:

Nachdem ja schon die FDP Voerde Angst hatte, dass man auf der Dinslakener Straße vielleicht zukünftig nicht mehr so schnell fahren kann wie gewohnt, legten gestern die CDU und die SPD Voerde nach. Bzw. einzelne Vertreter der Partei.

Zum Hintergrund:

Die Stadt Voerde kann derzeit Geschwindigkeiten nur Messen, Verstöße aber nicht selbst ahnden, da sie aktuell nicht selbst blitzen darf. Das soll und wird sich demnächst wohl ändern. Die NRZ schreibt heute dazu.

„Für eine Ausweitung der Zuständigkeit spricht ihrer Meinung nach auch, dass es sinnvoll wäre, regelmäßig verstärkte Kontrollen „vor sensiblen Bereichen“ wie Schulen und Kindergärten vorzunehmen. Überhöhtes Tempo sei eine Hauptunfallursache, die Geschwindigkeitsüberwachung müsse daher auch für die mittleren kreisangehörigen Städte zu den Mitteln der Gefahrenabwehr gehören.“

Das kommentierte dann Ingo Hülser für die CDU:

„Ingo Hülser (CDU) warb dafür, solche Kontrollen „mit Augenmaß“ vorzunehmen, damit es nachher keine Beschwerden gebe, es werde zuviel geblitzt.“

Und Ulrike Schwarz für die SPD:

„Ulrike Schwarz (SPD) merkte kritisch an, dass man sich wieder mal in einer Situation befinde, in der der Bürger zur Kasse gebeten werden solle. „

Das ist bemerkenswert. Hier wird also die Bekämpfung der Hauptunfallursache Nummer 1 – unangepasste Geschwindigkeit – gegen das Wohlfühlen beim zu schnellen Fahren aufgewogen.

Interessanter Weise ist zeitgleich heute ein Artikel einer Schwerpunktkontrolle in Duisburg in der NRZ:

„Bei einer Schwerpunktkontrolle auf der Wanheimer Straße in Hochfeld sind der Polizei am Montag, 15. Mai, über 200 Verkehrssünder ins Netz gegangen. Von 14 bis 18 Uhr hatten sich die Beamten dort mit zwei Radarwagen platziert, um die Geschwindigkeiten zu messen. Trauriger Spitzenreiter war ein Raser, der mit 85 km/h in der Tempo-50-Zone unterwegs war. „

200 Raser, das macht 50 pro Stunde und das bedeutet fast jede Minute ist jemand zu schnell unterwegs gewesen. Warum das so ist, kann man ebenfalls der NRZ entnehmen:

„Gegen 15.30 Uhr wurde ein weißer BMW mit Tempo 86 – bei erlaubten 50 – auf der Wanheimer Straße gemessen. Der 20-jährige Duisburger am Steuer muss sich auf ein einmonatiges Fahrverbot, 120 Euro Geldstrafe und einen Punkt in Flensburg gefasst machen. Dabei war seine Probezeit als Fahranfänger erst vor kurzem wegen eines Rotlichtverstoßes verlängert worden.

Um 20 Uhr stoppten die Beamten auf der Duisburger Straße in Alt-Hamborn einen tiefergelegten BMW, der rasend, mit quietschenden Reifen aus der Goethe-straße auf die L1 driftete. (…)
Den Fahrer (22) erwarten Schlepp- und Gutachtergebühren, eine Ordnungswidrigkeitsanzeige, 90 Euro Geldstrafe und ein Punkt in Flensburg (…).“

Die Strafen für Verkehrsvergehen sind in Deutschland bemerkenswert niedrig und die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden ist noch niedriger. Das führt dazu, dass die meisten Menschen kalkuliert zu schnell fahren („da ist der Lappen noch nicht weg“) und auch keine Angst vor Bußgeldern haben.

Die Idee, jetzt einen gewissen Druck durch konstante Kontrollen aufzubauen abzuwägen mit „Beschwerden über zu viel Blitzen“ ist schon sehr, sehr eigen. Denn nicht geblitzt zu werden ist sehr einfach:

„Haffke ist jedoch nicht nur ein cleverer Bastler, sondern auch ein guter Beobachter: „Irgendwann fiel mir auf, dass neben den Autobahnen immer wieder so merkwürdige Schilder mit Zahlen drauf versteckt sind.“
Zwei Jahre und 122 Excel-Tabellen später ist sich Haffke nun sicher, den geheimen Algorithmus hinter den kryptischen Blechtafeln endlich entlarvt zu haben: „Wenn man ein Tempo mit einem Tachowert fährt, der in etwa der Zahl auf dem letzten gesichteten Schild entspricht oder darunter liegt, verhindert man ein Auslösen des nächsten Blitzers! Man ist praktisch unsichtbar.“

Landtagswahl 2017

Der heutige Abend ist ein sehr trauriger Abend.

Nicht nur, weil wir Grünen, wie erwartet, erheblich verloren und die FDP erheblich gewonnen haben. Sondern vor allem wegen des „guten“ Abschneidens der AFD. Das verursacht echt Schmerzen.

Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, wird klar, wie wenig wir Grünen Voerde letztlich lokal das Wahlergebnis beeinflußen konnten. Dafür kann man gut die Werte des Kreises Wesel heranziehen. Sehr unterschiedliche Gemeinenden, sehr unterschiedliche Grüne Ortsverbände, gut Kandidaten und überall das gleiche bescheidene Bild:

Sowohl bei den Zweitstimmen, also den Stimmen für die Partei:

 

Gemeinde 2017 2012 Veränderung
Sonsbeck 5,29% 8,94% -3,65%
Schermbeck 5,26% 9,56% -4,30%
Voerde 4,67% 9,11% -4,44%
Hünxe 4,77% 10,30% -5,53%
Dinslaken 4,92% nv nv
Xanten 5,48% 9,96% -4,48%
Wesel 5,29% 8,94% -3,65%
Rheinberg 5,50% 9,93% -4,43%
Neukirchen-Vlyn 4,89% 10,03% -5,14%
Moers 4,71% 9,43% -4,72%
Kamp-Lintfort 4,10% 7,35% -3,25%
Hamminkeln 4,21% 8,55 -4,34%

Als auch bei den Erststimmen, also den Stimmen für die Kandidaten:

 

Gemeinde 2017 2012 Veränderung
Sonsbeck 6,00% 7,58% -1,58%
Schermbeck 5,12% 8,31% -4,30%
Voerde 4,37% 7,41% -3,04%
Hünxe 4,19% 10,16% -5,97%
Dinslaken 4,65% nv nv
Xanten 5,06% 8,38% -3,32%
Wesel 4,34% 7,06% -2,72%
Rheinberg 6,30% 8,93% -2,63%
Neukirchen-Vlyn 4,56% 9,36% -4,8%
Moers 4,39% 9,03% -4,64%
Kamp-Lintfort 3,07% 5,75% -2,68%
Hamminkeln 3,26% 6,93 -3,67%

Das ist übrigens nicht überraschend. Es belegt vielmehr, wie wenig leider unsere eigenen Kandidaten und Wahlkämpfe zum Ergebnis beitragen. Und man kann und darf davon ausgehen, dass die Strategien im Kreis durchaus unterschiedlich waren – wie auch die Kandidaten der einzelnen Wahlbezirke.

Jetzt steht natürlich die Frage im Raum, welche Lehre man aus dem Ergebnis für die in Kürze anstehende Bundestagswahl zieht:

Auf den Bund hoffen? Auf die Landesgrünen? Oder doch lokal Vollgas geben und hoffen, dass man irgendwie die Abhängigkeit von Landes- und Bundestrend durchbrechen kann? So viele Fragen und so wenig Antworten…

 

Tag der Städtebauförderung 2017 in Voerde

Heute ist der Deutsche Städtebautag  und da auch in Voerde viel gebaut wird, lud der Bürgermeister zu gleich drei Veranstaltungen ein.

Los ging es bereits um 10 Uhr auf dem Parkplatz des Restaurants „Zur Arche“ am Rhein in G’hamm.

Dort sammelten sich 20-30 Menschen aus Voerde, die dann mit dem Bürgermeister, dem ersten Beigeordneten, der Kämmerin und Mitarbeitern der Verwaltung los zogen, um zu Fuß vom Rhein zum Marktplatz zu kommen. Dabei ging es am Anfang natürlich auch um den Deich(neu)bau und den Hochwasserschutz.

Die Verwaltung nutzte die Gunst der Stunde um zu zeigen, wo der neue Radweg geplant ist, der den Rhein mit der Innenstadt verbinden soll. Außerdem wurde berichtet wie es am Haus Voerde weitergehen soll und letztlich mit dem Mombach.

Vermutlich wissen heute längst nicht mehr die Meisten, dass Voerde mal von einem Netz aus Gräben durchzogen war, mit dem das hohe Grundwasser abgeleitet wurde, um Landwirtschaft und Siedlungen zu ermöglichen.

Heute ist das Grundwasser deutlich niedriger, allerdings muss jetzt als Spätfolge des Bergbaus wieder Grundwasser eingebracht werden. Das ist in sofern von Vorteil, weil dadurch auch der Mommbach wieder Wasser führen wird und letztlich auch der Graben am Haus Voerde (endlich) wieder einen Frischwasserzulauf erhalten wird.

Am Rathaus angekommen, liefen dort schon die Vorbereitungen für die Einweihung des neuen Rathausplatzes auf Hochtouren und nach und nach füllte sich der Platz. Angesichts des tollen Wetters wurde dabei der „Sonnenuhr-Effekt“ des Rheinpegels kurzerhand zur Schattenzone erklärt. Vielleicht ein Hinweis darauf, was noch auf dem Rathausplatz fehlt.

In seinem späteren Vortrag ging der Dirk Haarmann übrigens noch mal explizit auf die Kritik ein, dass der Platz ja nicht mehr zum Parken frei stünde. Nach dem Motto „eigentlich kann man es nie allen recht machen“ führte er aber aus, dass der Platz in erster Linie ja wieder den Menschen zu gute kommen soll.

Das die Idee eines Auto-freien Platzes gar nicht so falsch ist, bekamen die Planer übrigens sehr anschaulich gezeigt. Ein Mangel an Parkplätzen für Autos war nicht zu erkennen.

Dafür waren die Stellplätze für Fahrräder komplett belegt. Ein sehr schönes Zeichen für die immer weiter voranschreitende Verkehrswende.

Pünktlich konnte dann der Rathausplatz übergeben werden und inzwischen waren auch zahlreche Menschen zu Gast auf dem Platz. Das war schon durchaus schön zu sehen, denn gerade in den letzten Wochen hat es ja, vor allem im  Internet, eine Reihe von Menschen gegeben, die absolut gegen den neu gestalteten Platz waren. Dann mal zu sehen, wie viele Leute zu Fuß und mit dem Rad vorbeikamen, war schon nett.

Auch wenn man aus der Vogelperspektive erkennen kann, dass noch mehr Menschen platz gefunden hätten. Aber Samstag Mittag ist vielleicht auch nicht unbedingt die Beste Zeit für solche Veranstaltungen.

Als der Bürgermeister dann den Startknopf für die Wasser-Anlage drückte, die den Rheinverlauf symbolisieren soll, passierte genau das, was man erwartet hat: Gar nichts.

Denn wie sich das gehört, hat zwar die Generalprobe hervorragend geklappt – nur um dann im echten Leben einen Streich zu spielen. Aber das Problem war relativ fix behoben und letzlich konnte man sich über das Wasser freuen. Wir leider nicht zu lange, denn es ging direkt weiter.

Um 14 Uhr war die nächste Veranstaltung: Das Baustellenschild am Sportpark Tannenbusch konnte eingeweiht, bzw. enthüllt werden.

Das mag zunächst komisch klingen, denn warum enthüllt man ein Schild, wenn sonst noch nix passiert?

Der Hintergrund ist, dass  inzwischen alle Genehmigungen vorliegen um mit dem Neubau beginnen zu können. Der tatsächliche Start ist aber aus logistischen Gründen erst im September – aber weil es ein großes Bauprojekt ist und gut in den Tag passt und offiziell ja jetzt gebaut werden darf…

Und so enthüllte der Bürgermeister dann ohne größere Schwierigkeiten das Schild, dass für die Sportler am Tannenbusch den Beginn einer neuen Zeit einläutet. Denn bei der anschließenden Begehung mit den Verantwortlichen aus der Stadt und vom Verein konnte man sich noch mal richtig davon überzeugen, wie lange die Maßnahme eigentlich schon überfällig ist.

Und am Ende?

Am Ende gab es kalte Getränke und heiße Würstchen (die gab es auch am Rathaus schon) und ein bomben Wetter, mit dem eigentlich niemand wohl so richtig gerechnet hat. Wir Grünen haben uns dabei besonders darüber gefreut, dass man hier mal sehen konnte, wie wichtig es ist, auch mal mutige Entscheidungen zu treffen, die vielleicht erst mal auf erhebliche Widerstände treffen.

Aber der Dreierpack „Deicherneuerung&Radweg“, „Innenstadt“ und „Sportpark“ enthält drei wichtige Elemente um Voerde deutlich attraktiver zu machen. Und zu sehen, wie viele Menschen sich heute einfach daüber freuen konnten, war eine richtige Wohltat 🙂