Stefan

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Und weiter geht es…

Wieder sind ein paar Tage rum und wieder waren viele spannende Termine dabei.

Angefangen mit dem DGB.

Der hatte zu einer Diskussion – vor allem zum Thema Rente – in Wesel eingeladen und das als “Speed-Dating” veranstaltet. Also die Gruppe auf Tische verteilt und wir Kandidaten haben nacheinander die Tische besucht.

Ich habe direkt am Anfang gestanden, dass ich weder für Arbeitsmarkt, noch Rente ein Experte bin und mein solides Halbwissen durchaus auch mit “Die Anstalt” im ZDF aufbaue. Das brachte mir zumindest ein paar Lacher ein.

Die folgenden Diskussionen in den Gruppen waren aber super, weil es den Teilnehmern nicht darum ging mir zu zeigen wie wenig Ahnung ich habe – sondern vor allem darum über echte Probleme zu sprechen. Insgesamt war das eine super Veranstaltung, auch weil der Kollege von Rechts (mal wieder) nicht dabei war.

 

Kurz darauf war ich zu Gast bei der Gesamtschule Hünxe.

Dort hatte man sich ein ähnliches Format ausgedacht und nach einer gemeinsamen Vorstellung ging es in die Gruppen. Die Schüler/-innen haben sich echt Mühe gegeben, die Veranstaltung zu organisieren und ich fand vor allem die Kleinigkeiten toll:

Auch hier wieder: Kurze Vorstellung aller Kandidaten und dann ab in die Gruppen. Die haben es mir echt nicht leicht gemacht, weil jede Gruppe eine große Menge an Fragen hatte und man für jede Antwort nur 3 Minuten Zeit. Das ist, gerade bei komplexen Fragen wie der Verkehrswende, echt nicht viel

Sehr erfreut war ich am nächsten Morgen, weil in der RP ein wirklich toller Artikel war:

“Bei den Schülern schien am Ende vor allem Stefan Meiners Eindruck machen zu können. Der Bundestagskandidat der Grünen punktete nicht nur in den Gesprächsrunden mit Kompetenz in Sachen Internet und soziale Medien, sondern auch mit einem klaren Statement zum Abschluss der Veranstaltung. “Was die Parteien am rechten Rand zu bieten haben, ist nichts Neues. Das ist der gleiche Scheiß, den wir in Deutschland schon mal hatten – von 1933 bis 1945″, sagte er und bekam dafür viel Applaus.”

 

Der nächste Stop war das Gymnasium Kamp-Lintfort, wo wir zu einer “normalen” Diskussion eingeladen waren.

Interessanterweise blieb der Kollege von Rechts der Veranstaltung fern. Natürlich ohne abzusagen. Was aber irgendwie auch nicht verwundert, weil in Hünxe ihm die Schülerinnen und Schüler schon die Hölle heiß gemacht hatten, weil er schlicht nicht eine Frage beantworten wollte.

Was mir in KL sehr gut gefallen hat waren die ebenfalls sehr aufgeweckten Menschen im Publikum. Ich glaube, dass man den Erstwählern heute einfach keinen Mist mehr verkaufen kann, sonder möglichst gut und offen mit ihnen reden muss. Sie nehmen schlechte Wahrheiten deutlich besser auf, als gut gemeinte Märchen – etwas was vielleicht der eine oder andere aus der Politik noch nicht gemerkt hat.

Das zeigt mir vor allem eine Rückmeldung aus einer der zahlreichen Schulveranstaltungen, die ebenfalls diese Woche ankam:

“Sie waren ja noch so von Schülerinnen und Schülern belagert, dass ich gar nicht mehr dazu kam Sie zu verabschieden. (…) Doch das sei Ihnen hoch angerechnet, es wäre schade gewesen, die Erstwähler stehen lassen zu müssen. (…)
Ihr Engagement – es war wirklich und wahrhaftig ein “Stress-Test” -, die Deutlichkeit Ihrer Aussagen und die Nähe der Begegnung haben die Schülerinnen und Schüler rundum begeistert (…)”

Wenn das dazu führt, dass vielleicht ein paar mehr junge Leute zur Wahl gehen und auch ihre Freundinnen und Freunde motivieren, ist viel gewonnen. Und dann schaffen wir es auch, die AFD unter 5% zu drücken.

Und jetzt auf in die letzte Woche 🙂

Muntere Diskussionsrunden

In den letzten Tagen knubbelten sich die Veranstaltungen im Wahlkampf und das Pendel schlug immer zwischen “im Streß” und “hochgradig amüsiert” aus. Besonders bemerkenswert waren sicherlich die 3 größeren Podien in der letzten Woche.

Angefangen am Mittwoch mit der Einladung zu den Kreisbauern:

Das man als Grüner nicht unbedingt Blumentöpfe gewinnt, wenn man sich mit Landwirten trifft, ist klar. Insofern war ich sehr gespannt auf die Veranstlatung, die in der Niederrhein-Halle statt fand.

Meine “Taktik” war – wie immer – das Spiel mit offenen Karten. Von daher habe ich direkt in der Vorstellung klar gemacht, dass ich kein Spezialist bin. Im Gegenteil, über Landwirtschaft weiß ich eigentlich nur, was ich im Radio höre und von politischen Freunden in der Landwirtschaft weiß. Ich habe daher geworben, die Veranstaltung auch als Auftakt eines langen Prozsses zu sehen, in dem wir gegenseitig versuchen zu verstehen, was der jeweils andere denkt und warum.

Die Veranstaltunfg war überaus professionell moderiert und die Fragen aus der Reihe der Veranstalter teilweise recht kniffelig. Spannender waren aber die Beiträge aus dem Publikum, die sehr schnell ein Problem deutlich gemacht haben, das ich gar nicht auf dem Schirm hatte: Nämlich das Landwirte oft die Buhmänner der Nation sind – und eigentlich ihre Bedeutung und vor allem die ihrer Produkte gar nicht angemessen gewürdigt wird.

Interessanter Weise kam eines der Kernthemen (Nitrateinbringung durch Gülle) am Freitag in einer anderen Form auch noch mal auf das (Diskussion-)Tablett.

Im Nachgang zum offiziellen Teil hatte ich noch die Gelegenheit mit einigen Landwirten unter 6 und 8 Augen zu sprechen. Und auch wenn ich glaube, dass das nicht Grüne Stammwähler werden, glaube ich doch, dass es gute Gespräche waren.

Am Ende habe ich mir dann gewünscht, dass wir nicht auf FDP und CDU hören und uns erst in 4 Jahren wiedersehen. Sondern das die Kreisbauernschaft mal darüber nachdenkt, regelmäßig mit der Politik so zu diskutieren. Denn was sich über 4 Jahre aufstaut, baut man nicht an einem Abend ab.

Die RP war zugegen und berichetet hier: Klick!

Nur einen Tag später rief der Mittelstand nach Hamminkeln:

Die Initiative Pro Mittelstand hatte ebenfalls eingeladen und ich war gespannt. Der Einstieg ist mir nicht gut gelungen, aber ich glaube ich brauche mich nicht hinter den anderen Kandidaten zu verstecken. Insbesondere, weil von denen manchmal reichlich Unsinn kam.

So forderte z. B. die FDP, dass Steuerüberschüsse an Bürger/-innen zurückgezahlt werden sollen. Ich habe mir dann erlaubt darauf hinzuweisen, dass wir damit gefälligst die deutschen Schulden tilgen und längst überfällige Investitionen (u. a. in die Infrastruktur und Schulen) durchführen müssen. Die RP umschrieb das so:

“Reuther, wirtschaftsnah und selbstbewusst, fand auch “sinnvollere Möglichkeiten, das Geld auszugeben”. Meiners, eloquent und gerne mit der Attitüde, vieles genau und besser zu wissen, forderte, Infrastruktur und Schulausbau zu finanzieren.”

Na gut, eloquent ist nett und offensichtlich war es noch nicht arrogant 🙂

Was mir nicht gefallen hat war, dass die AFD “Unterstützter” dabei hatten:

Der sehr gute Moderator hatte an einer Stelle einen Artikel als Bezug, der auch “Tichys Einblick” stammte. Ich habe mir – vor der Antwort – erlaubt zu sagen, dass ich den Text nicht inhaltlich anzweifel, das Magazin aber schon sehr weit rechts steht. Darauf hin meldete sich ein AFD-Unterstützter aus dem Publikum und gab zum Besten:

“Ich lese auch Tichys Einblick und die Junge Freiheit. Ich bin auch gegen staatlich finanzierten Linksextremismus. Aber ich bin doch deswegen nichts rechts, ich bin ein Bürger der Mitte!”

Keine Ahnung wie, aber ich habe geschafft, darauf nicht einzugehen. Das was ich an der Stelle gesagt hätte, wäre nicht nett gewesen 😉

Insgesamt war die Veranstaltung aber klasse und ich habe auch hier den Wunsch geäußert, dass wir uns nicht erst kurz vor der nächsten Bundestagswahl wiedersehen.

Der Artikel der RP ist übrigens hier: Klick!

Am Freitag dann  Gülle & Nitrat in Rheinberg:

Eingeladen von den Grünen Rheinberg saß ich diesmal nicht auf dem Podium, den Job hat die sehr gute Ophelia übernommen.

Gleichwohl kam es im Anschluss an den offiziellen Teil zu vielen Gesprächen in kleinen Gruppen. In denen ich auch noch spannende Infos von Angela Herzberg erhalten habe, was das Wasser und die Trinkwasserqualität im Kreis Wesel angeht.

Im Laufe der Diskussion konnte ich zudem noch einige spannende Fakten insbesondere über die neue Düngeverordnung (und deren zu erwartende Wirkungslosigkeit) erfahren. Aber auch eben noch mal über die unglückliche Position der Landwirte: Denn selbst wenn die sich an alle gültigen Regeln halten, wird das nicht zwangsläufig zu einer Problemminderung führen. Hier waren die Ausfürhungen der Expertin des Wasserverbundes Niederrhein sehr erhellend – und trugen dazu bei, dass auch in dem teilweise sehr kritischen Publikum die Leute umdachten.

Aus der RP habe ich leider bisher nur einen “Vorher”-Artikel: Klick!

Radinfrastruktur im Kreis: Es gibt viel zu tun

Auf Einladung des ADFC Dinslaken-Voerde konnte ich heute eine Radtour begleiten, die sich mit den alltäglichen Merkwürdigkeiten beschäftigt. Insbesondere ging es darum Punkte anzufahren, die die Unsinnigkeit eines PKW-zentrierten Planens belegen.

Durchfahrt für alle Fahrzeuge verboten. Also auch für Fahrräder

Man muss auf Voerder Stadtgebiet auch gar nicht lange suchen, um solche Ecken zu finden. Und es ist überraschend, denn manchmal schon würde ein kleines Zusatzschild “Fahrräder frei” das Problem lösen.

Auch die eine oder andere Radwegführung “um 20 Ecken” lässt den Radfahrer staunen: Warum zum Beispiel muss an einer Straße, auf der Tempo 30 ist, der Radfahrer 2 mal die Straßenseite wechseln, nur damit Autos ungestört unter einer Brücke durchkommen? Macht an einer Tempo 30-Straße eine Benutzungspflicht für Radwege überhaupt Sinn?

(Mal abgesehen von der Frage ob das rechtlich zulässig ist.)

Kein Durchkommen. Und hoffentlich kein Gegenverkehr

Aber auch Maßnahmen zur vermeintlichen Erhöhung der Verkehrssicherheit können ab und an genau das Gegenteil bewirken. Zum Beispiel dann, wenn Verbindungswege so eng gebaut werden, dass man nicht einmal mehr hintereinander vernünftig durch dahren kann.

Natürlich ist nicht alles schlecht und besonders in Voerde gibt es ja wunderschöne Ecken zum Radfahren.aber auch hier fällt auf, dass sich bei der Anlage der Straßen offensichtlich niemand Gedanken gemacht hat, wie man Rad-, Fuß- und Krafverkehr zusammen sicher von A nach B bekommt.

Einfach schön entlang der Felder rollen

Für mich ist das eine sehr spannende Tour gewesen. Die mir zeigt, dass meine Bestrebungen für die Verkehrswende sehr wichtig sind. Denn wenn wir zunehmend Autos von der Straße holen wollen, brauchen wir neben einem guten und breit aufgestellten ÖPNV eben auch gute und schnell Radwegverbindungen.

Für den Fall, dass mal jemand fragt, warum ich so gern am Niederrhein lebe 😀

Das gilt nicht nur für Voerde oder den Kreis Wesel, sondern für ganze Deutschland. Obwohl ich mir natürlich wünschen würde, dass der Kreis hier eine Vorreiterrolle einnimmt 🙂

Podiumsdiskussion bei der Rheinischen Post

Am Mittwoch fand Abends in den Räumen der Rheinischen Post in Wesel eine Podiumsdiskussion statt. Geladen waren die Bundestagsbewerber/-innen des Wahlkreises 115 Wesel 1 und ungefähr 50 Leserinnen und Leser der RP. Geleitet wurde die Veranstaltung von Sebastian Peters, dem Leiter der Lokalredaktion. Da ich wenig Erfahrung mit solchen Diskussionen habe, war das schon spannend. Und da ich mit dem Format “Leser fragen” noch nie zu tun hatte, noch mehr.

Nachfolgend meine ganz persönlichen Eindrücke von der Veranstaltung, über die man am Freitag wohl ausführlich lesen können wird:

Das Erste was mir aufgefallen ist war, dass vom Podium aus gesehen die Reihenfolge der Kandidaten von Links nach Rechts passte: PDL, Grüne, (FDP), SPD, CDU und die extreme Rechte. Der Kandidat der Letzteren muss irgendwie bei der RP in Ungnade gefallen sein, denn erstens war er der Einzige, der ein reines Papier-Namensschild hatte. Er schien auch nicht sonderlich beliebt zu sein (auch nicht beim Moderator) und erhöhte seine Beliebtheit auch nicht, als er in der Vorstellungsrunde betonte, er sei Doktor.

Die Fragerunde ging sehr spannend damit los, als ein junger Mann aus Afghanistan wissen wollte, ob wir das Land für sicher und geeignet für die Aufnahme von Abschiebungen ist. Spannend war zu sehen, wie die CDU-Kandidatin sich wand um zu verkaufen, es gäbe ja Regionen die sicher wären. Der Herr von der Rechten hatte da weniger Probleme und verwies darauf, dass Krieg in Ländern ja nie überall gleichzeitig wäre. Auf die Frage warum er dann keinen Urlaub dort machen würde, betonte er, seine Frau hätte als Amerikanische Soldatin dort gedient. Interessant. Es war übrigens der Doktor-Kandidat, der auf der Website seiner eigenen Partei nicht mal ein Foto hat und weder beim WDR, noch bei Abgeordnetenwatch auftaucht.

Sabine Weiß von der CDU fiel mir dann noch mal sehr unangenehm auf, weil sie sich standhaft weigerte eine eigentlich einfache Frage nach Gerechtigkeit zu beantworten und sogar richtig laut wurde. Ich fand sie unangemessen arrogant den Menschen gegenüber und aus den Reaktionen glaube ich entnehmen zu können, dass das Publikum das auch so sah. Die CDU-Kandidatin musste dann auch ganz schnell wieder gehen, keine Zeit, sie wissen schon. Für den Kandidatencheck beim WDR und Abgeordentenwatch hatte sie übrigens auch keine Zeit.

Bei der zweiten Frage habe ich mir leider einen Patzer erlaubt. Ich dachte der Fragesteller will was über die Chancen und Risiken der Digitalisierung für den Arbeitsmarkt wissen. Tatsächlich konkretisierte er hinterher in Richtung Bildungschancen und Gleichheit – da war meine Antwort aber ja schon weg. Sehr schön wieder der Herr von der Rechten der zu berichten wußte, dass wer Abitur hat, ja längst nicht in der Lage sein muss, auch die Leistungen für ein Abitur zu erbringen. Leider führte er das nicht weiter aus.

Sehr schön war auch sein Wunsch, die GEZ-Steuer (ja wirklich, GEZ und das sei “wie eine Steuer”) abzuschaffen. Weil er nicht dafür bezahlen will, dass seine Partei in den deutschen Medien immer falsch dargestellt wird. Was komisch war, weil ich den Eindruck hatte, dass er sich als genau der politisch extrem Rechte darstellte, den ich in genau der Partei erwartet habe.

Er führte auch nicht weiter aus, gegen wen die Bundeswehr denn die Grenzen schützen muss. Denn seine Forderung war, die Bundeswehr müsse Deutschlands Grenzen gegen Eindringlinge schützen. Flüchtlinge auf dem Mittelmeer sind übrigens für ihn keine Flüchtlinge, sondern Migranten. Ob es das besser macht, wenn sie ertrinken, beantwortete er auch nicht.

Was die Flüchtlinge angeht habe ich mich auch sehr geärgert. Nicht nur über die merkwürdigen Einstellungen des Doktors. Auch die FDP griff hier tief ins Klo, als deren Vertreter meinte, Einwanderung müsse nach Türen geregelt werden. Sinngemäß Tür 1 für Kriegsflüchtlinge, 2 für politisch Verfolgte, 3 für hoch gebildete und 4 für die die zurück müssen. Da bin ich dann explodiert und habe gefragt,

  • was für ein beschissenes Weltbild das eigentlich ist, in dem Menschen in Gruppen eingeteilt und für Würdig oder nicht befunden werden und
  • was der Unterschied ist zwischen den angeblichen Wirtschaftsflüchtlingen vor denen alle so Angst haben und einem Dinslakener Sänger, der pressewirksam in die USA auswandert oder den “typisch deutschen Familien” denen man für ihre Auswanderung gar ganze TV-Shows schenkt.

Außerdem habe ich dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Wesel, Ludger Hovest, vorgeworfen absoluten Bullshit zu verbreiten. Denn aus dem Publikum heraus warf dieser ein, dass schließlich 95% aller Flüchtlinge die zu uns kommen, Wirtschaftsflüchtlinge wären. Der bemitleidenswerte Kandidat der SPD, Jürgen Preuß, konnte sich noch in ein “das höre ich heute zum ersten Mal” retten. Den anwesenden Jusos fiel allerdings der Kit aus der Brille.

Leider waren da die gut 2 Stunden schon rum und die Veranstaltung zu Ende. Insgesamt war es sehr spannend und unterhaltsam und ich finde das alle Kandidaten sich so verhalten haben, wie ich es erwartet hätte. Vielleicht abgesehen von der FDP-Entgleisung mit der Türe. Die PDL übrigens, vertreten von Gerd Baßfeld, war überraschend wenig angriffslustig. Er verwies nur mehrmals auf den Appell des Papstes.

Fazit: Jederzeit gerne wieder. Gernerer ohne Herrn Doktor.

Und sehr gefreut habe ich mich, als Anfänger in solchen Dingen, über das sehr positive Feedback. Auch meinen Ausraster am Ende hat man mir wohl nicht übel genommen. Im Gegenteil, meine direkten Ansagen wurden gelobt – das freut natürlich ganz besonders.

Diskussion mit den Kandidaten

Die Rheinische Post lädt ein:

In der Lokalredaktion Wesel veranstalten wir am Dienstag, 29. August, ab 18.30 Uhr eine Diskussionsrunde, bei der auch die Leser mit ihren Fragen zu Wort kommen sollen. Moderiert wird die Veranstaltung von Sebastian Peters, Redaktionsleiter der RP in Wesel und Leitender Regionalredakteur. Sie wollen teilnehmen? Senden Sie uns noch heute eine Mail an die RP-Lokalredaktion unter der Adresse wesel@rheinische-post.de. Gerne können Sie uns auch per Mail eine Frage senden, die Sie den Kandidaten an diesem Abend senden wollen.

Und natürlich ist unser Kandidat dabei 🙂

Kandidatenchek(s)

Der WDR und die Plattform Abgeordnetenwatch haben unseren Kandidaten, Stefan Meiners, um die Beantwortung von Fragen gebeten. Beim WDR geschah das in Form eines Interview und bei Abgeordnetenwatch für einen kleinen “Wahl-O-Mat”. Natürlich hat Stefan an beiden Projekten teil genommen – was man nicht von allen Kandidaten im Wahlkreis 113 – Wesel 1 sagen kann 😉

Hier geht es zu dem 4-Minuten-Video vom WDR.

Hier geht es zum Wahl-O-Mat von Abgeordnetenwatch.

Bei Abgeordnetenwatch ist unser Kandidat leider Mausgerutscht und auf eine doppelte Verneinung reingefallen. Natürlich ist er, wie es auch in der Begründung steht, GEGEN Waffenexporte. Eine Mail-Anfrage an AO zu Änderung der Antwort ist raus…

Mögliche Ursache für Bienensterben gefunden

Das Bienen für unser aller Überleben elementar wichtig sind, sollte jeder wissen der zur Schule gegangen ist. Um so erschreckender, dass weltweit ein Rückgang der Populationen zu beobachten ist.

N-TV berichtet jetzt heute morgen von einer Studie, die ein Mal mehr zu bestätigen scheint, dass Pflanzen-“Schutz”-Gifte die Ursache sind:

Pflanzenschutzmittel aus der Gruppe der Neonikotinoide können Studien zufolge nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen und Schmetterlinge gefährden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten zwei Forscherteams jetzt in Fachjournalen. Eine Studie des britischen Zentrums für Ökologie und Hydrologie (NERC) legt einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Neonikotinoiden und dem Rückgang von Wildbienen-Populationen nahe.

Zeit umzudenken und die Frage zu stellen ob wir nicht viel zu lasche Regeln für den Umgang mit hoch giftigen Stoffen haben. Zumal ein Mal mehr klar wird, dass die anfangs versprochenen “Vorteile” oft eher ein Versprechen der Hersteller war. Wenn das Wortspiel erlaubt ist.

Neonikotinoide wirken als Fraß- oder Kontaktgift auf die Nervenzellen von Insekten und sollen Pflanzen sowohl vor saugenden als auch beißenden Schädlingen schützen. Bei ihrer Einführung galten sie noch als besonders schonende Pestizide, die gut von Pflanzen über deren Wurzeln in die Blätter aufgenommen werden.

 

Man weiß ja nicht ob man weinen oder lachen soll

Die FDP Voerde hat auf ihrer Website eine “Stellungnahme” zur DS 611 veröffentlicht.

Diese Drucksache wurde am 13.06. öffentlich im Bau- und Betriebsausschuss diskutiert und schafft die rechtliche Rahmenbedingung dafür, dass die Verwaltung “Container” anschaffen darf. Wobei wir hier nicht von Containern reden wie man sie sich vorstellt, sondern es geht um Modulbauweise.

Wichtig in der Diskussion war, dass die Verwaltung die Frage nach der Örtlichkeit mit der Politik in den jetzt folgenden Ausschüssen, unter anderem dem Sozialausschuss diskutieren will. Übrigens auch öffentlich. Das ist auch richtig so, denn die Frage WO man Flüchtlingen eine Unterkunft anbietet, sollte nach eigenen Gesichtspunkten diskutiert werden.

Das die FDP Voerde irgendwo allerdings völlig neben der Spur ist, kann man an folgenden Punkten sehr schön sehen:

Wir Voerder Liberalen lehnen dieses Vorhaben ab.

Das ist eine interessante Aussage. Die allerdings nicht von dem anwesenden Vertreter der FDP in die Diskussion eingebracht wurde. Hier merkte er nur an, dass man keine 64 Menschen in einer Unterkunft zusammenführen möchte. Von einer generellen Ablehnung kein Wort. Allerdings kennen wir das ja schon, dass sich die FDP in den Sitzungen bedeckt hält und hinterher im Internet jammert wie böse die Welt doch ist.

Um etwaigen Sorgen möglicher Vermieter zu begegnen („Ist die Zahlung der Miete gewährleistet?“ / „Wird für die Übernahme später evtl. anfallender Renovierungskosten garantiert?„) und so das „Angebot“ zu erhöhen, sollte die Stadt selbst als Mieter agieren und den von ihr angemieteten Wohnraum Flüchtlingen zur Verfügung stellen.

Wäre die FDP ausnahmsweise mal nicht bemüht einfach nur gegen alles zu sein, würde sie vielleicht mitbekommen, dass alleine die Verwaltung der Stadt Voerde über 100 angemietete Wohnungen für Flüchtlinge verwaltet. Was das für ein Aufwand ist, kann man sich vorstellen. Und die Vermieter haben in Voerde auch nicht die von der FDP postulierten Ängste – sonst würden sie nicht Wohnungen in dieser Größenordnung zur Verfügung stellen.

Das die Stadt selber als Vermieter agieren soll, widerspricht zudem dem Credo der FDP, dass Privat vor Staat geht: Würde die Stadt in so großem Stil Wohnungen bauen/kaufen und vermieten, möchte ich mal das Jammern der FDP hören, weil das ja den Markt verzehrt. Aber hier sieht man sehr schön, dass Fakten die FDP Voerde gar nicht interessieren. Man ist einfach nur immer gegen alles.

Im übrigen sind wir mit der vorgeschlagenen Salamitaktik – Motto: „zuerst werden Tatsachen geschaffen und Module gekauft, die in einem zwangsläufig folgenden weiteren Schritt auch irgendwo aufgestellt werden müssen“ – ganz und gar nicht einverstanden.

Ach? Ohhh… arme FDP.  Was kommt als nächstes? Vielleicht Polizei und Richter zusammenlegen, weil die Salami-Taktik erst Strataten zu verfolgen und dann Täter zu bestrafen unerträglich wäre? Irgendwie hat die FDP wirklich nicht verstanden, warum die Fachausschüsse FACHausschüsse heißen. Und nicht Ausschüsse für alles.

Ein Mal mehr zeigt die FDP Voerde hier, dass sie nicht nur die Spielregeln der Politik wahlweise nicht kennt oder ignoriert. Sondern auch, dass ihre einzige Daseinsberechtigung aktuell das Jammern über wirklich alles zu sein scheint – ohne je selbst aktiv in irgend einer Form Alternativen bieten zu können.

 

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