Radinfrastruktur im Kreis: Es gibt viel zu tun

Auf Einladung des ADFC Dinslaken-Voerde konnte ich heute eine Radtour begleiten, die sich mit den alltäglichen Merkwürdigkeiten beschäftigt. Insbesondere ging es darum Punkte anzufahren, die die Unsinnigkeit eines PKW-zentrierten Planens belegen.

Durchfahrt für alle Fahrzeuge verboten. Also auch für Fahrräder

Man muss auf Voerder Stadtgebiet auch gar nicht lange suchen, um solche Ecken zu finden. Und es ist überraschend, denn manchmal schon würde ein kleines Zusatzschild “Fahrräder frei” das Problem lösen.

Auch die eine oder andere Radwegführung “um 20 Ecken” lässt den Radfahrer staunen: Warum zum Beispiel muss an einer Straße, auf der Tempo 30 ist, der Radfahrer 2 mal die Straßenseite wechseln, nur damit Autos ungestört unter einer Brücke durchkommen? Macht an einer Tempo 30-Straße eine Benutzungspflicht für Radwege überhaupt Sinn?

(Mal abgesehen von der Frage ob das rechtlich zulässig ist.)

Kein Durchkommen. Und hoffentlich kein Gegenverkehr

Aber auch Maßnahmen zur vermeintlichen Erhöhung der Verkehrssicherheit können ab und an genau das Gegenteil bewirken. Zum Beispiel dann, wenn Verbindungswege so eng gebaut werden, dass man nicht einmal mehr hintereinander vernünftig durch dahren kann.

Natürlich ist nicht alles schlecht und besonders in Voerde gibt es ja wunderschöne Ecken zum Radfahren.aber auch hier fällt auf, dass sich bei der Anlage der Straßen offensichtlich niemand Gedanken gemacht hat, wie man Rad-, Fuß- und Krafverkehr zusammen sicher von A nach B bekommt.

Einfach schön entlang der Felder rollen

Für mich ist das eine sehr spannende Tour gewesen. Die mir zeigt, dass meine Bestrebungen für die Verkehrswende sehr wichtig sind. Denn wenn wir zunehmend Autos von der Straße holen wollen, brauchen wir neben einem guten und breit aufgestellten ÖPNV eben auch gute und schnell Radwegverbindungen.

Für den Fall, dass mal jemand fragt, warum ich so gern am Niederrhein lebe 😀

Das gilt nicht nur für Voerde oder den Kreis Wesel, sondern für ganze Deutschland. Obwohl ich mir natürlich wünschen würde, dass der Kreis hier eine Vorreiterrolle einnimmt 🙂

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