Fair-wunderung | Jugendhileausschuss am 18.02.2009

Mit Verwunderung habe ich heute den Jugendhilfeausschuss erlebt.
Während die Stockumer Schule ihren Projektantrag zur Aktiven Partizipation von Jugendlichen zurück gezogen hat, da sie den Eigenanteil nicht aufbringen kann, überlegt die Verwaltung, ob und wie sie (schon wieder) die Skater-Anlage verschieben kann. In den Mitteilungen der Verwaltung war zu erfahren, dass Jugendliche die Anlage nicht „ordnungsgemäß“ benutzen. Sie treffen sich dort um „Alkohol zu konsumieren und Scherben zu produzieren“. Das Jugendzentrum sieht sich nicht mehr in der Lage, dieses hinzunehmen, die Verwaltung läßt die Rampe nun erst mal wieder abbauen. Vergaß ich zu erwähnen, dass für mehrere tausend Euro (!) diese Rampe erst vor Kurzem repariert und versetzt wurde? Fakt ist, dass die einzige Einrichtung für Jugendliche (Stockumer Schule) Projekte wegen Geldmangel einstellen muss, während ein gut ausgestattetes Jugendzentrum (demnächst um eine 30.000 Euro pro Jahr teure aufsuchende Jugendarbeiterstelle aufgestockt) für ein Problem mit Jugendlichen als einzige Lösungsmöglichkeit die Verdrängung sieht?
Ich habe im JHA gegen den Vorschlag der Verwaltung gestimmt, die Finanzielle Situation der Stockumer Schule nicht zu verbessern. Leider haben die anderen Fraktionen sich nicht daran beteiligt, sie hatten noch nicht einmal Beratungsbedarf (…)

Holger Mrosek
Jugendpolitischer Sprecher

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