Falsche Wahrnehmung?

Mit Erstaunen lese ich heute die Rheinische Post. Da will die hiesige CDU dem geneigten Leser darstellen, dass nur sie in Voerde gestalterisch antragstellend agiere. Zum Beweis führt sie denn auch alle Sünden auf, die sie unserer Kommune angetan hat, bzw. noch antun will: „aktive Unterstützung von Unternehmen bei Expansion oder Neuansiedlung und damit Schaffung von mehr als Tausend Arbeitsplätzen;“ Gemeint ist hier das städtische „Fantastival“ Babcock-Gelände, welches freundlich gesagt derzeit mehr Geld kostet als geplant, keinen nennenswerten Anstieg an Arbeitsplätzen gebracht und den Haushalt der Stadt Voerde spätestens 2011 wieder in die Haushaltssicherung treiben wird.

„Rahmenbedingungen für die Verlagerung der Friedrichsfelder Sportanlagen und damit zur Ausweisung neuer Baugebiete am Tannenbusch und auf der Heide;“ Noch eine haushalterische Sünde und Folgebelastung sowohl für die Finanzen als auch das ökologische Gleichgewicht : die Abholzung von nahezu 90.000 Quadratmetern Waldfläche, um der sinkenden Anzahl von Mitgliedern das Tennisspielen in einer Halle zu ermöglichen, die weder von einer Vielzahl gewollt noch technisch erforderlich ist. Die inkende Einwohnerzahl Voerdes ist damit sicherlich nicht zu bremsen. Der wahre Grund ist wohl das unrentierliche Babcock-Gelände zu verschachern um dann verkaufbare Grundstücke zu erhalten. Wie viele Arbeitsplätze sind denn tatsächlich dadurch geschaffen worden?

Die Öffnung der bewaldeten Fläche auf dem Babcockgelände, um es unter anderem Hundebesitzern zu ermöglichen, ihre Vierbeiner unangeleint spazieren zu führen;“ kann auch nur eine Partei fordern, die ansonsten anscheinend keine großen Probleme kennt. Es gibt nachweislich zu wenig Flächen für Jugendliche, die, die wir haben wird mit aktiver Unterstützung der CDU möglichst auf Sparflamme gehalten. Hätten die Grünen nicht den Antrag zur Sanierung gestellt, hätte wahrscheinlich hier auch keine Förderung aus dem Konjunkturprogramm II realisiert werden können.

Und schließlich der neueste Angriff auf den Haushalt:“Sanierung des Feuerwehrhauses in Spellen, um die erfolgreiche Arbeit der Voerder Feuerwehr weiter zu unterstützen.“ 800.000 Euro soll ein Neubau eines Geräteschuppens kosten … nur zum Vergleich maximal 300.000 Euro sollen für die Sanierung der Stockumer Schule ausgegeben werden.

Irgendwie komme ich zu dem Gedanken: Keine andere Partei verkauft Voerde so, wie die CDU …