Steag: Quo Vadis?

Das der Kauf der STEAG durch ein Stadtwerke-Konsortium nicht überall Begeisterung ausgelöst hat, dürfte klar sein. Nicht erst, seit beaknnt ist, dass die STEAG massiv unter Erfolgsdruck steht.

Derzeit ist auch unklar, ob die STEAG zu 100% von den Stadtwerken übernommen werden wird, oder ob man sich einen strategischen Partner sucht. Oder suchen läßt, denn auf derWesten wird ein interessantes Detail zum Deal sichtbar:

Der jedoch bleibt zumindest in den kommenden beiden Jahren noch Firmenpolitik, denn beim Kauf der Anteile vereinbarten die Revier-Stadtwerke mit Verkäufer Evonik eine Stillhalte-Phase bis Ende 2013. In den Jahren 2014 und 2015 ermöglicht eine so genannte „Call-Option“ den Kauf des verbliebenen Evonik-Anteils, 2016 könnte Evonik dann im Rahmen einer „Put-Option“ Partner aufnötigen.

Wie kann man sich denn bitte als Merheheitseigner(!) vom Minderheitspartner eine Klausel in den Vertrag schreiben lassen, nachdem Evonik hier mehr als nur ein Mitsprache recht zu haben scheint?

Insgesamt scheint es aber so zu sein, als ließen sich wie erwartet die großartigen Versprechungen der Verantwortlichen nicht mehr aufrecht halten. Inzwischen muss man einräumen, dass der originär vorgeschobene Kaufzweck dann doch einfach nur die Hoffnung auf eine Cash Cow gewesen ist:

Doch unterm Strich sei der Ertrag zu gering, um die gewollte Energiewende zu finanzieren. Folglich sei das Steag-Engagement zunächst einmal nur eine bloße Finanzbeteiligung. „Nicht schlimm“, so der OB, doch wenn man im Energiemarkt strategisch auftrumpfen wolle, sei es, „fünf vor zwölf, sich um einen Partner zu kümmern“, der dem Stadtwerke-Konsortium den 49-Prozent-Anteil (oder weniger) wieder abnimmt

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