Hindenburgstraße in Voerde

Markus Peters, Redakteuer bei der WAZ-Gruppe, wirft eine interessante Frage auf:
Kann die Hindenburgstraße zwischen Voerde und Wesel nach Hindenburg benannt bleiben? Oder sollte man sie umbenennen?

Für die, denen der Name Hindenburg nichts mehr sagt, hier ein kleiner Abriß aus der Wikipedia:

Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg (* 2. Oktober 1847 in Posen; † 2. August 1934 auf Gut Neudeck, Ostpreußen) war ein deutscher Militär und Politiker. Im Ersten Weltkrieg stieg er zum Generalfeldmarschall auf und übte als Chef der Obersten Heeresleitung quasi diktatorisch die Regierungsgewalt aus. Als zweiter Reichspräsident der Weimarer Republik ernannte er 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler.

Mit Hindenburgs Zustimmung am 23. März 1933 zum sogenannten „Ermächtigungsgesetz“ wurde die damals geltende Weimarer Verfassung außer Kraft gesetzt. Dies gilt heute als maßgebliche Voraussetzung für die Machtergreifung der NSDAP.

Die Stadt Münster diskutiert nach dem Artikel von Peters intensiv über die Frage, ob öffentlicher Raum nach Hindenburg benannt werden soll:

Seit Jahren diskutieren in Münster Bürger, Politiker und Historiker darüber, ob der Hindenburgplatz am Schloss umbenannt werden sollte oder nicht.

In Voerde jedoch ist die Frage nach dem Namensgeber einer unserer Straßen bisher wohl kein Thema:

Auch bei der Stadt Voerde wird über das Thema gegenwärtig nicht nachgedacht. „Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht“, erklärt Voerdes Bürgermeister Leonhard Spitzer.