Deutsche Bahn: Ökostromer oder Klimakiller?

Die Deutsche Bahn gilt als ökologisch gute Alternative zum „MIV“, dem „Motorisierten Indivdualverkehr“. Dabei wird leider häfig nicht betrachtet, dass die Bahn einen beträchtlichen Teil ihres Strombedarfs aus Kohle- und Atomstrom deckt.

Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass ein Umstieg auf Strom aus regenerativen Quellen nicht nur dem Klima zu Gute käme, sondern auch ökonomische Vorteile für die Bahn mit sich brächte:

Für eine vollständige Stromversorgung mit Erneuerbaren Energien müsste die Bahn jährlich eine Leistung von 500 Megawatt Windkraft installieren. Eine Erhöhung des EE-Anteils auf 80 Prozent wäre weitgehend kostenneutral zu realisieren.

An der Stelle kann man jetzt annehmen, dass ein Ergebnis im Sinne von Greenpeace bei einer von Greenpeace finanzierten Studie keine Überraschung sei. Daher weist Greenpeace ausdrücklich darauf hin, dass auch der Bund zu einer ähnlichen Einschätzung kommt:

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt das Bundesumweltministerium in einer eigenen Studie: Die Bahn könne den Stromanteil aus Erneuerbaren Energien bis 2020 auf bis zu 50 Prozent mit geringen Mehrkosten erhöhen.

Es wäre vermutlich nunmehr an den Kunden, entsprechende Forderungen ggü. der Deutschen Bahn nachdrücklich zu artikulieren.

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