Strompreise: Totales Marktversagen

Der Preis für Strom an der Börse ist in den vergangenen Jahren immer weiter gesunden. Trotzdem steigen die Kosten für die Endverbraucher immer weiter. Nirgendwo wird ein komplettes Marktversagen deutlicher als hier. Allerdings wäre es zu kurz gegriffen, nur dem Markt die Schuld zu geben.

Maßgebliche Mitschuld trägt die schwarz-gelbe Bundesregierung, die es nicht schafft einen gesetzlichen Rahmen zu entwickeln in dem steigende Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen zu einem sinken des Strompreises führt.

So berichtet die FAZ heute:

Strom ist in Deutschland so preiswert wie lange nicht mehr. Doch kommt deshalb wenig Freude auf. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beklagt beim Wirtschaftsrat der CDU das „Handicap, dass der börsennotierte Strom dauernd in seinem Preis sinkt“. Der Grund liegt in der Fördermechanik des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG): Mehr Erneuerbare treiben das Angebot und drücken den Preis. Sinkt aber der Börsenstrompreis, müssen die Verbraucher mehr Umlage zahlen. Umweltminister Peter Altmaier (CDU) treibt das die Schweißperlen auf die Stirn.

(…)

Dank unerwartet hoher Windstromeinspeisung wegen kräftiger Windböen sowie ungewöhnlich warmer Witterung und geringer Nachfrage konnte man sich Ende Januar laut Händlern zu 26 Euro die Megawattstunde eindecken – etwa ein Zehntel dessen, was der Privatkunde inzwischen für Elektrizität bezahlen muss.

Mann muss sich einmal die Differenz vorstellen. Das bedeutet, dass der Endkunde über 260 Euro(!) je Megawattstunde zu bezahlen hat. Wo diese enorme Differenz her kommt, kann man den Gesetzen entnehmen. Wo sie hin fließt, kann man den Bilanzen der großen Energieversorger entnehmen.

Stellt sich die Frage, wie lange das so weiter gehen soll?

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