Asse soll schneller geschlossen werden

Mit großer Mehrheit – Lager-übergreifend – hat der Bundestag beschlossen, dass das marode Atommüllager Asse so schnell wie möglich geschlossen werden soll:

Der Bundestag hat ein fraktionsübergreifendes Gesetz zur schnelleren Rückholung von Atommüll aus dem maroden Lager Asse in Niedersachsen beschlossen. CDU, CSU, FDP, SPD und Grüne stimmten am Donnerstag für das gemeinsam vorgelegte Regelwerk, das die komplizierten Planungs- und Genehmigungsarbeiten für das Vorhaben beschleunigen soll.

Angesichts dessen, was die Bergung kosten soll, stellt sich auch die Fragung der Verantwortlichkeit:

Die Bergung der 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll wird viele Jahre dauern – und bis zu sechs Milliarden Euro kosten.

Quelle beider Zitate: SPON

Es sollte geklärt werden, wie es überhaupt zu der Genehmigung der Asse als Atommülllager kam. Und das ist besonders im Wahljahr wohl von erheblicher Brisanz:

Schon seit 1996 weiß Merkel um die Sauereien im Atommülllager Asse. Damals war sie, und das ist kein Scherz, Umweltministerin(!) im Kabinet Kohl.

Quelle: informelles.de

Und es wäre ebenso interessant zu erfahren, wie die Kosten bezahlt werden. Mein Tipp: Nicht vom Müllproduzenten, der mit Atomstrom Milliarden verdiente – sondern vom Steuerzahler. Wie immer halt.

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