Altmaiers motivierte Falschrechnung

Wenn sich jemand mal verrechnet, ist das meistens kein Problem. Es kann aber eines werden, wenn das Verrechnen zum Normalzustand wird, der „Rechner“ Bundesumweltminister ist und man irgendwann die Frage nach der Motivation stellen muss.

Im konkreten Fall geht es um Bundesumweltminister Altmaier (CDU), der beständig auf die horrenden angeblichen Kosten der Energiewende hinweist – bis zu Tausende Milliarden Euro. Vulgo eine Billiarde Euro.

Die Frankfurter Rundschau hat zusammen mit dem Forum Ökologisch-Soziale-Marktwirtschaft die Zahlen eingehend überprüft und kam zu dem wenig überraschenden Ergebnis, dass keines der genannten Rechenergebnisse stimmig ist.

Sie würden stimmen, wenn man Gesetzeslage, wirtschaftliches Handeln und die Regeln der Mathematik außer acht läßt. Aber das macht auch deutlich wie stark man die Realität verbiegen muss um auf Altmaiers Kostenexplosion der Energiewende zu kommen.

Geht man jetzt aber davon aus, einem Minister kaum ein Rechenfehler in Höhe mehrerer Millionen und Milliarden unterlaufen dürfte, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie gut ein Umweltminister aus der CDU sein kann.

Denn „Unabhängigkeit“ hin oder her: Ein Parteibuch verpflichtet. Und von daher stellt sich wenig Überraschung ein, wenn man die Analyse der FR liest. Mehr ein Gefühl von „war ja zu erwarten.“ Was wohl der schlimmste Zustand sein kann, den eine Politik und eine Gesellschaft erreichen kann: Wenn Tricksen zur Normalität wird.

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