Serienkiller Kohle-Verstromung

Nachdem Deutschland ja erfolgreich aus der Atomenergie aussteigt, sollte man sich den nächsten Problemfall vor nehmen. Zum Beispiel die Verstromung von Kohle.

Abgesehen davon, dass Braunkohle die niedrigste Energiedichte aller fossilen Brennstoffe hat, ist die Verbrennung aller Arten von Kohle technologisch vor 1000 Jahren stehen geblieben: Wir nehmen einen Kessel heißes Wasser und treiben damit ein Windrad an. Eine wirklich effektive und effiziente Stromgewinnung aus Kohle ist auch heute noch nicht möglich und wird es auch nie sein. Wirtschaftlich lohnt es sich nur dank Ecomies of Scale und einer angepatten Energiepolitik.

Weitgehend unbeachtet in der Diskussion um Kohle-Verstromung bleibt jedoch, dass die dabei entstehenden Gift- und Abfallstoffe für unzählige Erkrankungen, vor allem der Atemwege, und tausende Todesfälle verantwortlich sind. In einer jüngsten Studie hat sich Greenpeace der Fragestellung angenommen und kommt zu beunruhigenden Erkenntnissen:

Grundlage für die Berechnungen lieferten Emissionsdaten aus dem Europäischen Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregister für das Jahr 2010 ebenso wie bekannte epidemiologische Studien zu den Gesundheitsfolgen von Feinstaub. Die 67 Kohlekraftwerke führten demnach zum Verlust von insgesamt 33.000 Lebensjahren. Dies entspricht einer statistischen Zahl von 3.100 Todesfällen.

Es empfhielt sich, den ganzen Artikel und ggf. die Studie selbst auf der Website von Greenpeace zu lesen: Klick!

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