Hindenburgstraße: Es geht um die Sache

Auf derWesten ist am 04.04. ein Artikel und heute ein Leserbrief veröffentlicht, die sich noch mal mit dem Thema „Umbenennung Hindenburgstraße“ beschäftigen. Zwei Dinge sollten an dieser Stelle noch einmal hervorgehoben werden, weil sie deutlich machen wie falsch die Kampagne der politischen Vertreter ist, die so beharrlich auf eine Beibehaltung des Namens drängen.

Da ist zunächst die in dem Artikel hervorgehobene Problematik der Diskussion selbst:

Die Kritik, dass die Initiative eine inhaltliche Diskussion zur Person Paul von Hindenburg explizit ablehnt – so auch kundgetan per Hinweis an ihre Unterstützer auf einem Merkblatt – hält Ellenberger entgegen, dass er eine solche Diskussion nicht sinnvoll findet, weil er selbst Hindenburg nicht für „einen tollen Typen“ halte.

Einen der wichtigsten Wegbereiter des dritten Reiches dermaßen zu verharmlosen ist an Eigenwilligkeit kaum zu überbieten. Das genau mit diesem Argument aber erst gar keine Argumentation der Sache erfolgt, ist ein Stück sondergleichen. Denn über genau die Person Hindenburg muss diskutiert werden. Die stete Verweigerung einer Diskussion über die Sache entlarvt den Charakter der Unterschriftensammlung, pointiert im heutigen Leserbrief wiedergegeben:

Aber eine geradezu mafiöse Erpressung: Sollte der gewählte Stadtrat seinen mehrheitlich gefassten Umbenennungsbeschluss nicht rückgängig machen, würden der Stadt für einen angedrohten Bürgerentscheid Kosten in Höhe von ca. 40.000 Euro entstehen, egal wie er ausginge. Solch ein Vorgehen ist uns aus gewissen Filmen bekannt. Das ist Missachtung und Aushebelung der Demokratie!

Das Verhalten insbesondere der FDP, aber auch das der CDU, in Voerde in der Diskussion um die Umbennenung der Hindenburgstraße ist skandalös und spottet jeder Beschreibung.  Der Schaden, der damit der Politik in Voerde zugefügt wird, läßt sich heute noch gar nicht ermessen.