Auch Düsseldorf sagt sich von Hindenburg los

Wie man der Rheinischen Post heute entnehmen kann, hat auch der Stadtrat Düsseldorf entschieden, Paul von Hindenburg keine Ehrungen mehr zukommen zu lassen:

Der Stadtrat hat beschlossen, sich von der umstrittenen historischen Persönlichkeit zu distanzieren. Grund ist, dass Hindenburg als Reichspräsident bei der Machtübernahme der Nazis vor 80 Jahren eine entscheidende Rolle gespielt habe. Mit den Stimmen von SPD, Grünen, FDP und Linken wurde ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen verabschiedet. Nur die CDU stimmte dagegen – sie war nicht vom Sinn der Aktion überzeugt.

Anders als in Voerde stimmte in Düsseldorf auch die FDP dafür, nicht weiter die historische Figur Hindenburg hoch zu halten.

Von daher ist es aus Sicht der Grünen in Voerde auch schwer nach zu vollziehen, warum die FDP Voerde hier in erster Reihe mit denen steht, die die Willy-Brandt-Straße nun zum zweiten Mal nach 1933 wieder in Hindenburgstraße umbenennen möchte.

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2 Kommentare

  1. Richtigstellung:
    Liebe Voerder Grünen,

    auf eurer Website schreibt ihr im Artikel „Auch Düsseldorf sagt sich von Hindenburg los“: „Von daher ist es aus Sicht der Grünen in Voerde auch schwer nach zu vollziehen, warum die FDP Voerde hier in erster Reihe mit denen steht, die die Willy-Brandt-Straße nun zum zweiten Mal nach 1933 wieder in Hindenburgstraße umbenennen möchte.“

    Diese Aussage ist inhaltlich falsch. Die von der Bürgerinitiative eingereichte Klage hat aufschiebende Wirkung. Dadurch wurde die Umbenennung der Hindenburgstraße in „Willy-Brandt-Straße“ noch nicht vollzogen. Es gibt also keine „Willy-Brandt-Straße“, die erneut in „Hindenburgstraße“ umbenannt werden soll, sondern es gibt eine Hindenburgstraße, die nach dem Willen tausender Voerder Bürger ihren Namen behalten soll. Wir bitten um Richtigstellung.

    Am Rande sei noch gesagt: Inhaltlich kann man die Aberkennung einer Ehrenbürgerschaft, die keinerlei Kosten verursacht und somit auch nicht über die Köpfe von Anwohnern hinweg durchgezogen werden kann, weil keine Anwohner betroffen sind, nicht mit dem Voerder Fall vergleichen.

    Wir bedanken uns im Voraus für die Richtigstellung

    Mit freundlichen Grüßen

    Torsten Larek
    FDP Ortsverbandsvorsitzender
    Hufstr.64
    46562 Voerde
    http://www.fdp-voerde.de

  2. Hallo Herr Larek,

    vielen Dank für Ihre Email. Mit ihrem Einverständnis setzen wir ihre Mail als Kommentar auf unsere Seite zum Artikel. Gleichwohl sehen wir natürlich den Sachverhalt ein wenig anders und haben dazu eine Anfrage an den Bürgermeister gestellt. Bereits im November 2012 wurde die Straße durch den Beschluss des Kultur- und Sportausschusses umbenannt, dieser Beschluss wurde allerdings durch die Verwaltung nicht vollzogen. Auch ein erneuter Antrag der CDU und eine Sondersitzung des Rates führten zum gleichen Ergebnis. Zu diesem Zeitpunkt war noch keine Klage erhoben. Für die Bürgerinnen und Bürger mag Ihr Argument durchaus gelten, die Parteien aber wissen zum einen um die Aussicht der Klage auf Erfolg und die Intention, aus der die Klage heraus eingereicht wurde. Letztlich ist dies auch nicht entscheidend: Herr Benninghoff hat sich immer, und das habe ich ihm in jeder Sitzung anerkannt – für die geschichtlich motivierte Beibehaltung des Namens eingesetzt. Er hat als einziger der Umbenennungsgegner die inhaltliche Debatte aufgenommen.


    Ich hoffe, dass wir im Wahlkampf um den Bürgerentscheid trotz aller Meinungsverschiedenheit auch in Zukunft fair miteinander umgehen können. Aktionen wie die Flugblatt-Aktion mit der Veröffentlichung unsere Privatanschrift und Telefonnummer, verbunden mit dem Hinweis uns doch mal zwecks Überzeugung zu „kontaktieren“ haben für uns derzeit allerdings nicht zu einem für Voerde sonst bezeichnenden positivem Miteinander geführt.

    Vielleicht sollten wir zusammen eine oder zwei Veranstaltungen organisieren, in denen wir unsere Positionen darstellen können, hier könnten wir beweisen, dass es um die Sache und nicht um den Fang von Wählerstimmen geht!

    Mit freundlichen Grüßen

    Holger Mrosek