Bürgernähe im Sinne der FDP

Während die FDP in Voerde ja gerne als „Bürgernah“ auftritt und gerne den „Bürgerwillen“ in den Vordergrund stellen möchte,  zeigt FDP-Chef Rösler, wie viel seine Partei tatsächlich von Bürgernähe und der Wahrnehmung des Bürgerwillen hält: Gar nichts.

Die Aktivisten von Campact haben 242.000 Unterschriften gegen die geplante europaweite Privatisierung von Wasser gesammelt – in Deutschland allein. Üblich ist es, solche Unterschriften dem politisch Verantwortlichen zu übergeben. Im Fall der Hindenburgstraße ließ mans ich dafür gerne pressewirksam mit dem Bürgermeister von Voerde knipsen. In Sachen Wasserprivatisierung allerdings….

Philipp Rösler mag sich noch nicht einmal ein paar Minuten Zeit für die Entgegennahme von 242.000 Unterschriften gegen die drohende Wasserprivatisierung als Folge der aktuellen EU-Politik nehmen! (…)

Den Bürgerinnen und Bürgern in einem Wahljahr so deutlich sein geballtes Desinteresse zu vermitteln, das ist schon dreist.

Vielleicht sollte man das im Hinterkopf behalten, wenn die FDP in den kommenden Wahlkämpfen mal wieder als bürgernahe Partei auftritt. Und vielleicht sollte man dann auch mal direkt fragen, warum man in Voerde so viel Energie in die Beibehaltung der Ehrung von Hindenburgs steckt – auf Bundesebene aber mehr als 240.000 Menschen für nicht wichtig genug achtet, auch nur den symbolischen Akt der Unterschriftenannahme zu begehen. Ob man dann was drau macht, steht ja noch auf einem ganz anderen Blatt…

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