Nachweis von Asylbewerberunterkünften – angedachter Standort Kempkenskath/Teichacker

Die aufgebrachten Reaktionen der Bewohner des Bereiches Kempkenskath/Teichacker machen deutlich, dass hier dringend nach Lösungen gesucht werden sollte, um ein
friedliches und menschliches Miteinander und die Koexistenz mit Menschen aus anderen Herkunftsländern – auch in den Köpfen – menschenwürdig gestaltet werden kann und
dass eine gelingende Gemeinschaft in unserer Stadt Priorität hat.

Die Bedenken der Anwohner sind ernst zu nehmen, die Stimmungsmache jedoch zu unterbinden und Ängste und Vor-Urteile abzubauen. Hier ist akuter Gesprächsbedarf,
dem sich die Parteien und die Verwaltung zu stellen haben.

Das funktioniert nur im Austausch sachlicher Argumente seitens der Bürgerschaft und nicht mit diskriminierenden Aussagen. Die Schärfe der bisherigen Aktionen ist
nicht angebracht und erzeugt schon im Vorfeld böses Blut. Sachlichkeit und Menschlichkeit haben hier oberste Priorität, um die Integrationsbemühungen nicht auf ein vorsintflutliches Niveau herabsinken zu lassen.

Eine gezielte Standortprüfung, wonach eine dezentrale Wohn- und Lebensraumversorgung als angebracht erscheint, sollte als Kerngedanke der Bemühungen vorausgesetzt werden.

Für die Wahrnehmung dieser Pflichtaufgabe der Stadt Voerde braucht es die sensible Unterstützung aller Voerder Bürger. In den entsprechenden Ausschüssen  (Einwohnerfragestunde) können Bedenken vorgetragen werden, so dass hier Klärung und Einvernehmen herbeigeführt werden kann, um zu einer guten Lösung zu gelangen.
Die Wahrnehmung der Bürgerrechte findet hier Berücksichtigung.Sorgen und Nöte sind an angemessener Stelle und in angemessener Form zu äußern.

Um Gehör zu finden, sind die bisherigen Aktionen auf einem Niveau, das schon heute den Initiatoren und Ihrem Wohnumfeld schadet, da die befürchtete Abwertung der
Wohnqualität bereits jetzt durch Sie selbst und Ihr Verhalten veranlasst wird. Es  wird zur Verhärtung der Fronten beigetragen, noch bevor überhaupt die Standortfragen
geklärt sind. Jeder bestimmt durch sein persönliches Verhalten das Ansehen eines Stadtteils – heute, immer und überall.

Die Drucksache der Verwaltung mit nur einer Alternative für Voerde-Mitte finden wir nicht ausreichend. Hier muss nachgebessert werden.