Wer braucht schon Wald…

Wenn man heute morgen die Rheinische Post liest, kann es einem schon den Atem verschlagen. Unter der Überschrift
CDU: Zu viel Wald ist schlecht für Bauern
kann man lesen:

„Voerde war nie waldreich“, brachte es Ingo Hülser (CDU) im Rat auf den Punkt. „Deshalb ist es auch nicht Aufgabe der Kommune, Wald zu vermehren.“ FDP-Fraktionsvorsitzender Bernhard Benninghoff sah das genau so. „Wir haben hier fruchtbare Böden. Die sind viel zu schade, um daraus Wald zu machen.“

131017_RP_CDU Zu viel Wald ist schlecht für Bauern

Das verschlägt einem schon die Sprache und man muss unwillkürlich die Frage stellen, ob das ein Scherz sein soll. Denn gerade in Voerde, wo nicht einmal 10% der Fläche Wald darstellt, ist die Aufforstung und Mehrung des Waldes ein wichtiges Ziel. Und natürlich geht es dabei in erster Linie um die  wesentlichen Funktionen von Wald:

  • Produktion von Sauerstoff, Aufnahme von Regen
  • Naherholungsgebiet
  • CO2-Bindung

Wir können doch angesichts der schon heute sehr deutlichen Folgen des Klimawandels nicht einfach so tun, als sei Wald verzichtbar. Insbesondere im Bezug auf die stärkeren und häufigeren Niederschläge kommt ihm eine elementare Bedeutung zu.

Irgendwie erinnert mich die Argumentation der CDU und FDP in Voerde an ein Bild, dass ich mal im Internet gesehen habe:

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