Monsato gibt Deutschland auf – oder auch nicht

Eigentlich ist es ein Grund zu feiern:

Die für Deutschland verantwortliche Managerin von Monsato Ursula Lüttmer-Ouazane erklärt im Interview mit der WAZ-Gruppe, dass der hiesige Markt für Monsato nicht lukrativ genug ist.

Uneigentlich zeigt Frau Lüttmer-Ouazane aber auch gleich, dass es sich dabei nur um einen Abschied auf Zeit handelt. Und das die Taktik des Unternehmens inzwischen weniger direkt und konfrontativ ist, dafür mehr „von hinten durch die Brust ins Auge“:

Ursula Lüttmer-Ouazane (54), Geschäftsführerin von Monsanto in Deutschland, ist unter anderem für den Bereich Kommunikation zuständig. Im Interview mit DerWesten spricht sie über den Strategieschwenk des US-Unternehmens in Deutschland. „In Deutschland werden keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut, aber wir leben längst damit“, sagt die Monsanto-Managerin.

Das bringt zum Ausdruck, dass Monsato nach wie vor das große Zeil verfolgt, auch den europäischen Markt nutzbar zu machen. Irgendwann, so scheint die Logik von Monsato  zu sein, ist der Vormarsch der Gentechnik in Lebensmitteln so allgegenwärtig, dass die Proteste schon schwinden werden. Und Wichtig ist der guten Frau natürlich auch darauf hinzuweisen, dass es zwischen konventioneller Landwirtschaft und einem Multi-Milliarden-Dollar-Gentech-Konzern eigentlich keinen Unterschied gibt:

Monsanto spielt nicht Gott. Wir sind ganz normale Pflanzenzüchter.

Allein es fehlt der Glaube…