Pressemitteilung zur Situation „unserer“ Sparkasse

Spätestens mit der Presseberichterstattung vom 28.01. ist klar, dass sich die Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befindet. Auch wenn aktuell die Situation auf dem Bankensektor allgemein problematisch ist, muss man hier einmal genau hinschauen:

Der neue Vorstandsvorsitzende, der Vorstand und der Verwaltungsrat haben Mut bewiesen, bereits im Januar und noch vor Abschluss aller Bücher an die Öffentlichkeit heran zu treten und offen die Situation der Sparkasse zu beschreiben. Und das ist ein richtiger und wichtiger Schritt gewesen. Denn nur wer seine Probleme offen benennen kann und sie nicht vor sich und anderen schön redet, kann mit dem notwendigen Vertrauen ausgestattet werden, auch eine angemessene Lösung zu finden.
Hierzu erklärt Stefan Meiners, Sprecher der Fraktion der Grünen in Voerde:
Die Zahlen der Sparkasse sind keine Überraschung und eine konsequente Fortschreibung der Entwicklung der letzten Jahre. Ein hoher einstelliger Millionen-Jahresverlust und ein zweistelliger Millionenbetrag an benötigtem Eigenkapital lassen zu Recht Fragen aufkommen. Da hilft auch der Verweis nicht, dass es insgesamt in der Bankenlandschaft derzeit problematisch ist: die Probleme unserer Sparkasse muss man auch im eigenen Haus suchen.
Wichtig ist aber, jetzt besonnen in den politischen Gremien und gemeinsam mit Sparkassen-Vorstand und Verwaltungsrat an einer Lösung zu arbeiten. Verschiedene mögliche Szenarien wurden bereits aufgezeigt und sollten jetzt mit der nötigen Sorgfalt gegeneinander abgewogen werden. Auf Grund der finanziellen Situation der Trägerkommunen und von Voerde im Besonderen kommt hier auch eine besondere Bedeutung dem Kreis zu. Es scheint derzeit unwahrscheinlich, dass die drei Kommunen alleine die finanzielle Last Schultern könnten.
Dabei gilt es aber nicht zu vergessen, dass die Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe auch eine hohe Bedeutung für die Region hat, die sich nur schwer in Euro messen lässt: Als Bank vor Ort kommt ihr eine besondere Stützfunktion auch für die Klein- und Mittelständischen Unternehmen zu. Ganz zu schweigen vom Engagement in Kultur, Sport und Sozialem.
In den nächsten Wochen und Monaten wird es intensive Diskussionen im politischen Raum geben um einen möglichst guten Weg zu finden, der einerseits den Erhalt einer regional tief verwurzelten Sparkasse gewährleistet – auf der anderen Seite aber auch sicherstellt, dass es nicht wieder der Steuerzahler ist, der hier für historische Fehlentscheidungen zur Kasse gebeten wird.

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