10 Milliarden sind 10 Milliarden sind 10 Milliarden

Schaffen wir es nun oder schaffen wir es nicht?

Die Diskussion um die Versorgung von Flüchtlingen in Deutschland nimmt ja teils absurde Züge an und dreht sich im Kontext des Merkelschens „Wir schaffen das“ ja auch gerne um die Frage der Kosten. So kam die Zeit im August in eigenen Berechnungen z. B. für 2015 auf Kosten in Höhe von einigen Euro:

Vermutlich wird auch deren Unterbringung und Lebensunterhalt doppelt so viel kosten wie bisher gedacht, rund zehn Milliarden Euro.

Jetzt könnte man natürlich denken: Wow, das ist aber viel Geld. Und an dieser Stelle soll gar nicht darüber diskutiert werden wie viel davon wie wieder zurück fließt. Viel mehr soll hier an dieser Stelle mal verdeutlicht werden, wie verschoben der Fokus in Deutschland im Moment ist. Denn – ebenfalls in der Zeit – heute liest man:

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will in den kommenden 15 Jahren 130 Milliarden Euro in militärische Ausrüstung investieren und den Wehretat dafür erhöhen.

Und das sind nur marginal weniger als 10 Milliarden Euro pro Jahr. Allerdings ganz ohne „schaffen wir das?“ oder die Frage wer das denn noch alles bezahlen soll.  Man könnte allerdings die Frage stellen, wo genau die Milliarden besser angelegt sind: Für Menschen, Bildung und sicheres und freies Leben – oder bei den Kriegsgeräten einer Politik-Generation die immer noch glaubt, man müsse Deutschland am Hindukusch verteidigen.

 

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