Die merkwürdige Nicht-Politik der CDU

Als die CDU im Hauptausschuss die Nachwahlen zum Förderverein Haus Voerde verschob, war das schon denkwürdig. Denn es war doch offensichtlich, dass man die „Bühne“ des Stadtrates haben wollte, um laut gegen den Vorschlag in der Drucksache 414 zu protestieren.

Wie das im Moment aber üblich scheint, macht die CDU keine Politik mehr in Voerde, sondern nur noch Pressearbeit. Denn heute liest man in der Rheinischen Post:

Nachdem Stefan Schmitz zum neuen Vorsitzenden des Fördervereins Haus Voerde gewählt worden ist, muss die Besitzerposition, die er ursprünglich inne hatte, neu besetzt werden. Die Entscheidung trifft der Rat. Die SPD-Fraktion hat aus ihren Reihen Uwe Goemann als Nachfolger vorgeschlagen. Damit kann sich allerdings die CDU-Fraktion nicht so recht anfreunden. „Das wäre ein bisschen zu viel SPD“ , meint der christdemokratische Parteichef Bernd Altmeppen.

Dumm nur, dass die SPD das nicht alleine entscheidet. Denn sie hat keine absolute Mehrheit im Rat. Die CDU hat aber mit Unterstützung der WGV, PDL, FDP und des freien Ratsherren Bergmann immer noch weniger Stimmen als SPD & Grüne.

Ein geschickter Politiker hätte versucht, uns, also die Grünen, davon zu überzeugen, dass doch ein bisschen viel SPD vertreten ist:

Denn dann würden mit Schmitz, Goemann, dem Bundestagsabgeordneten Dr. Ulrich Krüger und Bürgermeister Dirk Haarmann vier SPD-Politiker dem siebenköpfigen Vorstand angehören.

Mit guten Argumenten hätte man da sicherlich einiges machen können. Statt dessen aber geht man mal wieder den Weg, in der Presse Vorwürfe zu äußern ohne Lösungen zu suchen. Just diese Pressearbeit ist aber vor allem im Bezug auf Artikel mit der Mitwirkung von Herrn Altmeppen etwas kurios in letzter Zeit. Denn der letzte Satz lautet:

Deshalb will die CDU nun Manfred Fregin von der Wählergemeinschaft Voerde (WGV) als neuen Besitzer vorschlagen.

Das kann ja nur bedeuten, dass die CDU gar keinen eigenen Kandidaten hat oder weiß, dass jeder Alternativkandidat verlieren wird, und daher einen des derzeitigen Juniorpartners WGV vorschützt.

Man könnte ja die Aufregung der CDU noch verstehen, wenn Altmeppen selbst, oder Hülser oder sonst jemand das Amt unbedingt hätte haben wollen. Aber keinen politischen Diskurs suchen, erst in der Presse motzen und dann nicht einmal einen Vorschlag aus den eigenen Reihen machen? Au weia.

 

 

 

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