Das Voerder Sommerloch und die CDU

Gott sei Dank ist auf die CDU in Voerde verlass. Denn gerade wenn es wegen der Sommerferien droht langweilig zu werden, drängt sie, vertreten von Herrn Altmeppen in die Presse:

Überrascht und „sehr verwundert“ zeigt sich die CDU über die Nachricht, dass die Stadt für das verwaltungsinterne Controlling eine neue Stelle ausgeschrieben hat. Die Voerder Christdemokraten reagierten gestern auf den entsprechenden Bericht der NRZ. CDU-Fraktionsgeschäftsführer und Stadtverbandsvorsitzender Bernd Altmeppen übte im Gespräch mit der Redaktion Kritik an fehlenden Informationen von Seiten des Bürgermeisters im Vorfeld. Zwar habe Verwaltungschef Dirk Haarmann die Wichtigkeit betont, im Rathaus ein Controlling einzuführen, dass dafür nun eine neue Stelle ausgeschrieben wird, habe er aber nicht gesagt.

Ich weiß ja nicht was die für ein internes Kommunikationsproblem haben. Tatsache ist aber, dass der Bürgermeister mehrfach von seinem Plan berichtet hat, eine Stelle für das Controlling einzurichten. Insofern ist auch die Aussage…

Darüber sei weder im Ältestenrat, noch im Arbeitskreis Haushaltskonsolidierung oder während der letzten Sitzung des Stadtrates vor den Sommerferien am 5. Juli berichtet worden, moniert Altmeppen.

…völliger quatsch. Allerdings sind die Inhalte des Ältestenrats vertraulich, vermutlich haben Herr Mölleken und Herr Hülser als Teilnehmer der CDU einfach Herrn Altmeppen nicht informiert 😉

Was aber viel schlimmer wiegt ist doch was anderes. Die ohnehin häufig verhaltensoriginelle CDU Voerde fordert ernsthaft:

Was den neuen Posten des Controllers an sich betrifft, fragt sich die CDU, ob mit dieser Aufgabe nicht ein Mitarbeiter aus dem Rathaus hätte betraut werden können, nachdem er dafür „fit“ gemacht wurde.

Natürlich. Das wo andere jahrelang für studieren, macht ein Mitarbeiter der Verwaltung, nachdem er dafür „fit“ gemacht wurde. Bezeichnend, dass schon in der Quelle das Fit in Gänsefüßchen steht.

Liebe CDU: Ein Controller ist niemand, der mal einen Lehrgang besucht hat. Ein Controller ist jemand mit einem entsprechenden Ausbildungs- oder Universitätshintergrund. Der in Voerde einen Bereich aufbauen muss, den es noch nicht gibt und in dem es gilt, Verantwortung zu übernehmen.

Und das soll ein Mitarbeiter aus dem ohnehin knappen Personalstamm „mal eben so“ machen? Von dem die CDU, übrigens im gleichen Artikel(!) mal wieder 10% einsparen möchte?

Gott sei Dank ist Sommerloch. Das macht Hoffnung das die CDU das gar nicht ernst meinte, sondern einfach nur mal wieder in die Presse wollte.

Ach ja: Und wie die CDU Voerde so ist, geht es natürlich nicht ohne #mimimi

Der CDU-Ratsherr nennt das Vorgehen in Anbetracht eines vor etlichen Wochen vom Bürgermeister einberufenen interfraktionellen Grundsatzgesprächs, bei dem es um die politische Zusammenarbeit in den Gremien und in der Öffentlichkeit ging, „höchst merkwürdig“. Dieser „Alleingang“, wie es Altmeppen formuliert, spreche dem Ansinnen Hohn, mehr miteinander, anstatt übereinander zu sprechen.

Na klar.

Wie wäre es einfach mal mit zuhören und aufpassen? Aber gut, das hat ja bei der Grundsteuer nicht so recht funktioniert. Richtig erbärmlich wird es aber, wenn die CDU dann die Gelegenheit noch nutzt, wieder gegen ihre eigene damalige Bürgermeisterkandidatin zu schiessen:

Zudem stellt er sich die Frage, warum der Beigeordneten und Kämmerin Simone Kaspar ein weiterer Mitarbeiter zugeordnet wird, nachdem sie im Zuge des Verwaltungsumbaus zwei ihrer Kernbereiche abgab, um sie zu entlasten und ihr Freiräume dafür zu schaffen, sich auf das wichtige Feld der Finanzen zu konzentrieren.

Ich würde gerne versuchen der CDU zu erklären, dass Finanzen und Finanzwirtschaft nicht gleich Controlling sind und Controlling sich nicht nur auf Finanzen konzentriert. Aber ich fürchte es geht hier gar nicht um die Sache. Sondern nur darum, mal wieder gegen alle und jeden zu schiessen.

Kann man machen. Sieht dann halt nur nicht sehr geschickt aus.

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