Tag der Städtebauförderung 2017 in Voerde

Heute ist der Deutsche Städtebautag  und da auch in Voerde viel gebaut wird, lud der Bürgermeister zu gleich drei Veranstaltungen ein.

Los ging es bereits um 10 Uhr auf dem Parkplatz des Restaurants „Zur Arche“ am Rhein in G’hamm.

Dort sammelten sich 20-30 Menschen aus Voerde, die dann mit dem Bürgermeister, dem ersten Beigeordneten, der Kämmerin und Mitarbeitern der Verwaltung los zogen, um zu Fuß vom Rhein zum Marktplatz zu kommen. Dabei ging es am Anfang natürlich auch um den Deich(neu)bau und den Hochwasserschutz.

Die Verwaltung nutzte die Gunst der Stunde um zu zeigen, wo der neue Radweg geplant ist, der den Rhein mit der Innenstadt verbinden soll. Außerdem wurde berichtet wie es am Haus Voerde weitergehen soll und letztlich mit dem Mombach.

Vermutlich wissen heute längst nicht mehr die Meisten, dass Voerde mal von einem Netz aus Gräben durchzogen war, mit dem das hohe Grundwasser abgeleitet wurde, um Landwirtschaft und Siedlungen zu ermöglichen.

Heute ist das Grundwasser deutlich niedriger, allerdings muss jetzt als Spätfolge des Bergbaus wieder Grundwasser eingebracht werden. Das ist in sofern von Vorteil, weil dadurch auch der Mommbach wieder Wasser führen wird und letztlich auch der Graben am Haus Voerde (endlich) wieder einen Frischwasserzulauf erhalten wird.

Am Rathaus angekommen, liefen dort schon die Vorbereitungen für die Einweihung des neuen Rathausplatzes auf Hochtouren und nach und nach füllte sich der Platz. Angesichts des tollen Wetters wurde dabei der „Sonnenuhr-Effekt“ des Rheinpegels kurzerhand zur Schattenzone erklärt. Vielleicht ein Hinweis darauf, was noch auf dem Rathausplatz fehlt.

In seinem späteren Vortrag ging der Dirk Haarmann übrigens noch mal explizit auf die Kritik ein, dass der Platz ja nicht mehr zum Parken frei stünde. Nach dem Motto „eigentlich kann man es nie allen recht machen“ führte er aber aus, dass der Platz in erster Linie ja wieder den Menschen zu gute kommen soll.

Das die Idee eines Auto-freien Platzes gar nicht so falsch ist, bekamen die Planer übrigens sehr anschaulich gezeigt. Ein Mangel an Parkplätzen für Autos war nicht zu erkennen.

Dafür waren die Stellplätze für Fahrräder komplett belegt. Ein sehr schönes Zeichen für die immer weiter voranschreitende Verkehrswende.

Pünktlich konnte dann der Rathausplatz übergeben werden und inzwischen waren auch zahlreche Menschen zu Gast auf dem Platz. Das war schon durchaus schön zu sehen, denn gerade in den letzten Wochen hat es ja, vor allem im  Internet, eine Reihe von Menschen gegeben, die absolut gegen den neu gestalteten Platz waren. Dann mal zu sehen, wie viele Leute zu Fuß und mit dem Rad vorbeikamen, war schon nett.

Auch wenn man aus der Vogelperspektive erkennen kann, dass noch mehr Menschen platz gefunden hätten. Aber Samstag Mittag ist vielleicht auch nicht unbedingt die Beste Zeit für solche Veranstaltungen.

Als der Bürgermeister dann den Startknopf für die Wasser-Anlage drückte, die den Rheinverlauf symbolisieren soll, passierte genau das, was man erwartet hat: Gar nichts.

Denn wie sich das gehört, hat zwar die Generalprobe hervorragend geklappt – nur um dann im echten Leben einen Streich zu spielen. Aber das Problem war relativ fix behoben und letzlich konnte man sich über das Wasser freuen. Wir leider nicht zu lange, denn es ging direkt weiter.

Um 14 Uhr war die nächste Veranstaltung: Das Baustellenschild am Sportpark Tannenbusch konnte eingeweiht, bzw. enthüllt werden.

Das mag zunächst komisch klingen, denn warum enthüllt man ein Schild, wenn sonst noch nix passiert?

Der Hintergrund ist, dass  inzwischen alle Genehmigungen vorliegen um mit dem Neubau beginnen zu können. Der tatsächliche Start ist aber aus logistischen Gründen erst im September – aber weil es ein großes Bauprojekt ist und gut in den Tag passt und offiziell ja jetzt gebaut werden darf…

Und so enthüllte der Bürgermeister dann ohne größere Schwierigkeiten das Schild, dass für die Sportler am Tannenbusch den Beginn einer neuen Zeit einläutet. Denn bei der anschließenden Begehung mit den Verantwortlichen aus der Stadt und vom Verein konnte man sich noch mal richtig davon überzeugen, wie lange die Maßnahme eigentlich schon überfällig ist.

Und am Ende?

Am Ende gab es kalte Getränke und heiße Würstchen (die gab es auch am Rathaus schon) und ein bomben Wetter, mit dem eigentlich niemand wohl so richtig gerechnet hat. Wir Grünen haben uns dabei besonders darüber gefreut, dass man hier mal sehen konnte, wie wichtig es ist, auch mal mutige Entscheidungen zu treffen, die vielleicht erst mal auf erhebliche Widerstände treffen.

Aber der Dreierpack „Deicherneuerung&Radweg“, „Innenstadt“ und „Sportpark“ enthält drei wichtige Elemente um Voerde deutlich attraktiver zu machen. Und zu sehen, wie viele Menschen sich heute einfach daüber freuen konnten, war eine richtige Wohltat 🙂

 

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