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Wer braucht schon Wald in Voerde?

Das Bild, dass zur Illustration dieses Artikels dient, ist in Friedrichsfeld entstanden. Und könnte eines der letzten Bilder von genau dort sein, die gemacht wurden:

Wie jetzt bekannt wurde, plant der private Besitzer eines Waldstücks in Friedrichsfeld die Fläche von 14.000 Quadratmetern kahl zu schlagen – um Platz für Kleingatenanlagen zu schaffen.

Diese Nachricht macht uns fassungslos, nicht zuletzt, weil wir in Voerde als waldarmer Kommune erhebliche Anstrengungen unternommen haben, den Babcock-Wald zu erhalten. Und angesichts des sich stark wandelnden Klimas und der Diskussionen in der Politik (Stichwort Klimanotstand) und auch Bevölkerung (Stichwort Nachhaltiges Handeln) sind wir überrascht, dass ein solcher Plan überhaupt entstehen kann.

Wir werden versuchen, auch über die Presse, mit dem Eigentümer ins Gespräch zu kommen. Denn leider ist rechtlich an seinem Vorhaben nicht zu rütteln. Aber Recht und Gewinn kann man ja auch mit Ethik und Moral abgleichen und wir hoffen, dass sich eine andere Lösung finden lässt.

Wir glauben, dass auch SPD und CDU sich gegen einen Kahlschlag aussprechen werden. Und wir hoffen, dass sich schnell eine Lösung finden lässt, die den Kahlschlag noch verhindert. Auch um Spannungen in der Stadt zu vermeiden, denn vermutlich sind die meisten Menschen in unserer Stadt froh über jedes Stück Grün, dass erhalten bleiben kann.

Und dabei fangen wir noch gar nicht an davon zu reden, dass auch eine Wiederaufforstung nicht hilfreich wäre, weil neuer Wald Jahrzehnte braucht, um „alten“ Wald in seiner Funktion zu ersetzen.

Wir reden auch noch nicht von den Tieren, die dort zu Hause sind.

Wir reden noch nicht von der Funktion bei Starkregen-Ereignissen oder schlicht der Notwendigkeit von Wald zur Produktion von Sauerstoff.

Wir hoffen auf eine gute Entscheidung für Voerde, die der Eigentümer gemeinsam mit uns hoffentlich trifft.

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Kleiner Hinweis: Fast schon paradox, dass mit dem Bekanntwerden dem geplanten Kahlschlag in Voerde festgelegt wurde, dass der Hambi bleibt.

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