Wer braucht schon Wald, wenn er auch bauen kann?

Gut, die Frage ist sehr ketzerisch.

Allerdings hat die NRZ noch mal dem geplanten Kahlschlag in F’feld hinterher recherchiert. Mit zwei Ergebnissen, die so in der Form wenig verwundern.

  1. Der Kleingartenverein kann sich nicht vorstellen, die zusätzliche Fläche in Anspruch zu nehmen. Zitat:
    „Der Kleingartenverein „Tannenbusch“ winkte nach eigener Schilderung ab, als der Eigentümer ihm im Frühherbst 2019 das Grundstück für den Zweck angeboten habe. „Wir könnten das finanziell gar nicht stemmen“, selbst wenn die Fläche mit fertigen Lauben zur Verfügung gestellt würde, konstatiert der erste Vorsitzende Wilhelm Schuff im Gespräch mit der NRZ. Seitens des Vereins sei dahingehend im Vorfeld nichts passiert und werde es auch im Nachhinein nicht.“
  2. Und auch sonst ist wenig Begeisterung zu spüren:
    „Auch die Wohnbau Dinslaken würde es im Sinne der Mieter ihrer drei großen Wohngebäude an der Hugo-Mueller-Straße bedauern, wenn die Bäume kahlgeschlagen würden, da diese eine „abschirmende Wirkung“ hätten, erklärt Geschäftsführer Wilhelm Krechter.“

Jetzt kann man natürlich fragen, ob es vielleicht Motive für den Eigner gibt, die aus einer ganz anderen Ecke kommen. Und siehe da, der letzte Satz des Artikels muss alle zusammen zucken lassen die glauben, es könnte neueren, schöneren, besseren Wald dort geben:

„Denkbar ist für ihn auch, dort Wohnungsbau zu realisieren. Dafür müsste aber zunächst der gültige Bebauungsplan geändert werden. Dies würde ein längeres Verfahren nach sich ziehen.“

Aus grüner Sicht können wir hier schon mal feststellen, dass das nicht unsere Zustimmung finden würde, wenn der Wald verschwindet, Tatsachen geschaffen werden und am Ende die Politik auch noch die Umwandlung in Bauland genehmigen soll.

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