Ausbau BETUWE

Wie man heute der Presse entnehmen kann, hat die Bahn wie erwartet auf Voerder Belange reagiert: Gar nicht.

„Alle Argumente der Stadt haben am Ende nicht verfangen: Die Deutsche Bahn muss für den im Zuge des dreigleisigen Ausbaus der Betuwe-Linie Emmerich-Oberhausen wegfallenden Bahnübergang an der Schwanenstraße in Voerde keinen Ersatzbau schaffen.“

Das ist ein herber Schlag für die Stadt und für die Menschen die tagtäglich diesen Übergang nutzen. Natürlich kann man argumentieren, das per Luftlinie die Übergänge Rahmstraße, Steinstraße und Alte Prinzenstraße (für Rad- und Fußgänger) nicht super weit weg sind. Die Sperrung wird aber dennoch massive Auswirkungen haben. Auf den Verkehr auf der Alexanderstraße und vielleicht sogar an Stellen, wo es nicht zulässig ist. Bestehende nachbarschaftliche Verbindungen werden einer harten Probe ausgesetzt und viele Menschen werden noch mehr Frust auf den BETUWE-Ausbau haben, als eh schon.

Auch beim Lärmschutz ist es eher wie erwartet:

Zwar habe die Bahn den städtebaulichen Aspekt der beschränkten Einsehbarkeit von außen eingeräumt, dies aber als hinzunehmen erklärt.

Und ja, vermutlich ist rechtlich nicht daran zu rütteln. Ob man es versuchen soll, noch mal mit Hilfe der Justiz Änderungen herbeizuführen, ist eine der Fragen mit denen sich der Stadtrat in einer Sondersitzung beschäftigen wird.

Die Frage ist, ob und wie das Thema eigentlich ein Ende nimmt. Schon 2012 hatten wir hier an dieser Stelle über die Probleme mit dem Lärm geschrieben, jetzt ist 2020 und die Bahn hat sich seit dem scheinbar keinen Millimeter von ihrem Standpunkt wegbewegt.

Und wenn wir das Beispiel Rahmstraße nehmen, ist auch während des tatsächlichen Ausbaus ja durchaus eher mit mehr als weniger Ärger zu rechnen. Das ist für alle Beteiligten eine sehr unschöne Situation. Und die spannende Frage ist, ob man sowas nicht anders lösen kann.

Denn unzweifelhaft gehört der Güterverkehr von der Straße auf die Schiffe und Züge in unserem Land. Aber man erreicht wenig bis gar nichts, wenn man dabei so vorgeht, wie es die Bahn hier macht: Völlig an den berechtigten Interessen der Bürger vorbei.

Am 12. März wird es dazu eine Sondersitzung des Stadtrates geben, in dem die Verwaltung und die Politik die möglichen Optionen erörtern und das weitere Vorgehen festlegen wollen. Wer sich dabei einbringen möchte, kann entweder zur Stadtratssitzung kommen, oder im Vorfeld mit den Fraktionen Kontakt aufnehmen.

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