Wir wünschen Euch… ja, was eigentlich?

Weihnachten 2020 und der Jahreswechsel 20/21 werden mit Sicherheit einen vorderen Platz in der Liste der ungewöhnlichsten Ereignisse der Nachkriegszeit einnehmen. Und normalerweise würden wir Euch an dieser Stelle „Frohe Weihnachten“ und einen „Guten Rutsch“ wünschen.

Aber „Froh“, wenn Familien nicht wie immer zusammenkommen können? Wenn das Leben der Liebsten vielleicht am seidenenen Faden hängt?

Und ein „Gutes“ 2021? Wo wir jetzt schon wissen, dass uns Corona, Masken, Abstand und Vorsicht weit ins neue Jahr begleiten werden?

Zugleich ist 2020 aber auch das Jahr, in dem wir gerade wegen Corona gezeigt haben, dass christliche Nächstenliebe für viele mehr als ein leeres Konzept ist. Menschen sind mit Abstand enger zusammengerückt, als viele Jahre zuvor. Neue Wege wurden gesucht und beschritten und das „WIR“ bekam eine völlig neue Bedeutung.

All das und noch viel mehr hat Ingrid Hassmann für Euch in ihrem diesjährigen Weihnachtsgedicht versucht zum Ausdruck zu bringen. Und wir hoffen, dass 2021 für Euch alle ein besseres Jahr wird. Mit viel weniger Sorgen.

Und wir danken Euch. Für Eure Mitarbeit im Kampf gegen Corona. Für Eure netten Worte anderen Menschen gegenüber. Für die Gesten der Nächstenliebe, die im Großen und im Kleinen erbracht wurden. Für Geduld, Rücksicht und Hilfsbereitschaft. Und wir freuen uns, 2021 gemeinsam mit Euch und politisch für Euch daran zu arbeiten, dass das Leben wieder in gewohnten Bahnen verlaufen kann.

 

Es weihnachtet – im Alles-anders-Jahr …

Markt und Straßen steh‘n verlassen,

hell erleuchtet jedes Haus –

diesmal ohne Menschenmassen,

Disziplin tagein, tagaus.

 

An den Fenstern sieht man Lichter,

die der Menschheit Wohl begründen,

deren Wünsche werden schlichter,

Hoffnung möchte man verkünden.

 

Erwartungen sind still gestundet,

so mancher klagt und ist verzagt,

sensible Herzen sind verwundet,

so manches Treffen wird vertagt.

 

Das Miteinander wird zum Fremdwort

im hart verordneten Verzicht;

Freunde, Wirtschaft, Kultur und Sport

erfüllen still die Maskenpflicht.

 

Ein and’rer Winter hält gefangen,

was schon der Sommer uns versprach,

Respekt und Toleranz gelangen

zu einer äußerst wicht‘gen Sach‘.

 

Und auf der Strecke bleiben Emotionen,

‚ne Maske trägt auch Nikolaus

wie viele andere Millionen –

Christkind erfreut bald jedes Haus.

 

 

Und was das Virus hat verhindert,

versuchen wir auf and’re Art

alternativ durch das, was lindert,

in aufgabenträchtiger Gegenwart.

 

Solang das belastende Virus nicht weicht,

durch Straßen und durch Gassen schleicht,

bleibt  weiterhin mutig und auch geduldig –

das sind wir der Gesellschaft schuldig.

 

Viele Wünsche bleiben derzeit offen,

doch, wir wären nicht die Grünen,

würden wir nicht eindeutig hoffen

auf ein gelingendes Bemühen.

 

Besinnliche Weihnachten

und für uns und Euch alle

ein erfreuliches 2021 –

 

das Licht der Vielen

ist die Hoffnung aller

und IMMERGRÜN …

 

© Ingrid Hassmann

(nach Joseph Freiherr von Eichendorff)

 

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