Herzlich willkommen!

Sie finden hier aktuelle Informationen zur GRÜNEN Politik in Voerde, wir laden Sie herzlich ein, sich über unsere Arbeit zu Informieren, gerne geben wir Ihnen auf Anfrage auch weitere Informationen.

Erfolgreiche (Rats-)Tage sind erfolgreiche Tage :-)

Am 21.03.2017 wurde  im Rat der Stadt unter anderem über 4 Antäge der Grünen diskutiert. Und was soll ich sagen? Es lief besser, als man erwarten konnte und das hat uns große Freude bereitet. Aber der Reihe nach:

In der Drucksache 540 ging es uns um die Sicherheit in Voerde. Die Polizei in Wesel veröffentlicht jährlich eine Auswertung der Kriminalität und das ist schon prima. Neben Kriminalität gibt es aber auch noch die Bereiche Verkehr und Gefahrenabwehr/Sicherheit. Wir haben beantragt, dass dem Arbeitskreis Sicherheit und Ordnung hier einige wesentliche Kennzahlen durch die Polizei zur Verfügung gestellt werden. Dieser Antrag wurde einstimmig vom Rat angenommen.

In der Drucksache 573 ging es um einen möglichen Radschnellweg Nord-Süd: Duisburg überlegt, ob man den von Osten nach Westen verlaufenden Radschnellweg RS1 nicht um eine Trasse nach Norden Richtung Walsum / Dinslaken ergänzen soll. Das haben wir aufgegriffen und den Bürgermeister gebeten erst mit Duisburg zu sprechen wie realistisch das ist und dann mit Wesel und Dinslaken, ob man die Trasse dann nicht geschickter Weise direkt bis Wesel verlängert. Dieser Antrag soll im Planungs- und Umweltausschuss beraten wetrden und wurde einstimmig vom Rat Angenommen.

In der Drucksache 577 ging es um die Verkehrsinfrastruktur in Voerde allgemein und wir hatten insgesamt 3 Teilvorschläge unterbreitet:

  1. Im Rahmen der 3-Flüsse-Route als LEADER-Projekt hatten wir angeregt, die Stadtmitte und den Bahnhof an den Rhein anzubinden. So das Radfahrer auf einen Kaffee, ein Eis oder um den Zug zu nehmen einfach vom Rhein nach Voerde finden. Zuständig ist in Voerde der Planungs- und Umweltausschuss und der Verweis dorthin erfolgte einstimmig.
  2. Beim neuen Kreisverkehr Steinstraße/Dinslakener Straße haben wir angeregt, nicht den Radweg auf das Niveau der Straße zu senken, sondern die Straße im Einmündungsbereich auf das Niveau des Radweges anzuheben. Hier ist der Kreis als “Baulastträger” zuständig und unser Antrag wurde einstimmig angenommen.
  3. Wir wollten erreichen, dass Nachts das Tempo auf der neuen Dinslakener Straße auf Tempo 30 gedrosselt wird. Dazu berufen wir uns einfach mal auf das Bundesumweltamt, dass sagt: “Denn langsamer ist leiser,  langsamer (und gleichmäßiger) verringert die Schadstoffemissionen und langsam ist außerdme sicherer!” Über diesen Punkt wurde dann doch kontrovers diskutiert, vor allem weil die FDP auf ihrer Homepage und auf Facebook versuchte, genau gegen diesen Vorschlag Stimmung zu machen. “Schützenhilfe” bekamen wir von Christian Garden, WGV, der darum bat solche Internetgeschichten nicht zur Grundlage der Politik zu machen. Die Abstimmung brachte letztlich 19 Gegenstimmen (u. a. CDU und FDP), wurde damit aber mehrheitlich für unseren Vorschlag entschieden, der nun ebenfalls an den Kreis geht.

In der Drucksache 583 ging es um den Vorschlag eines Bürgers, ob man nicht in Voerde auch Wertstoffboxen für Elektroschrott aufstellen kann. Dieser Antrag geht jetzt an den Bau- und Betriebsausschuss und wurde ebenfalls einstimmig vom Rat angenommen.

Das ist in der Summe nicht nur für uns Grüne ein tolles Ergebnis. Es zeigt auch das was Ingo Hülser von der CDU in seiner Haushaltsrede betont hat: Trotz aller Scharmützel die man sich manchmal liefert, ist die Voerder Politik meist sehr zielorientiert. Und wir Grüne bedanken uns ausdrücklich dafür, dass unseren Anträgen auch vom “politischen Gegner” so viel Unterstützung entgegen gebracht wurde. 🙂

 

Die Frage nach der Sicherheit – Version 2016/2017

Im letzten Jahr hatten wir hier einige ausgewählte Kriminalitätsbereiche beschrieben. Grundlge war der Bericht der Kreispolizeibehörde Wesel für den rechtsrhenischen Bereich. Und heute haben wir die Fassung für das abgelaufene Jahr 2016 erhalten. Zeit einen Blick zu werfen.

Das Fazit nehme ich vorweg: Voerde ist eine sichere und lebenswerte Stadt. Und so schlimm jede Straftat für den Betroffenen ist: Auf die Gesamtbevölkerung gesehen, lebt es sich in Voerde sehr entspannt. Lasst Euch, auch gerade von den Demagogen auf Facebook, nichts anderes einreden.

Zunächst vergleichen wir mal 2015/2016 mit 2016/2017

 

  • Kriminalität:

Referenz ist 2012 gewesen. Dort gab es 2,318 Fälle. In 2015 war diese Zahl auf 1,792 gesunken, für 2016 beträgt diese Zahl jetzt 1858 – es gab also 66 Fälle mehr als im Vorjahr, immer noch 460 weniger als im Refernzjahr. Eine Zunahme von 66 Fällen ist statistisch wenig relevant bei einer Bevölkerung von knapp 36.000. Allerdings sind es im schlimmsten Fall 66+x betroffene Menschen, die das persönlich anders bewerten. Etwas traurig ist in diesem Zusammenhang, dass die Aufklärungsquote minimal von 53,4 auf 53,1% gefallen ist.

  • Gewaltkriminalität:

Im Bereich der Gewaltkriminalität hatten wir 2012 71 Fälle zu verzeichnen, in 2015 nur noch 37. Dieser Wert ist deutlich(!) gestiegen und zwar auf 62. Auffällig ist jedoch, dass nur der Wert von 2015 sehr niedrig ist: 2012 71 Fälle, 2013 54 Fälle, 2014 61 Fälle, 2015 37 Fälle und 2016 wieder 62 Fälle.

Leider ist aber die Aufklärunsquote von 83,8 auf 75,8% gefallen. Eine Aufklärungsquote von >75% bedeutet übrigens, dass 3/4 aller Straftaten aufgeklärt wurden. Also schon nicht schlecht aber halt schlechter als im Vorjahr.

 

  • Körperverletzung:

Ebenfalls gesteigen sind die Fälle von Körperverletzungen im Vergleich zum Vorjahr: 2012 hatten wir 54, davon waren 2015 nur 26 übrig. Im Jahr 2016 waren es aber 49 und damit genau so viele wie in 2014. Was hier stutzig macht ist, dass 2015 ein Ausreißer war, wenn man mal 5 Jahre Referenz nimmt: 2011 45 Fälle, 2012 54 Fälle, 2013 43 Fälle, 2014 49 Fälle und 2015 dann “nur” 26″, wobei in 2016 wieder die 49 steht. Hier wäre mal interessant zu wissen, warum die Zahl so eingebrochen ist. Betrachtet man aber den Verlauf über die Jahre kann man sagen: Trotz der erheblichen Steigerung zum Vorjahr hat sich das Risiko, Opfer einer gefährlichen oder schweren Körperverletzung zu werden, über die letzten Jahre nicht erhöht.

  • Raub:

Die Fälle von Raub sind ebenfalls konstant geblieben: 25 in 2012, 10 in 2015 und 10 in 2016.

  • Wohnungseinbrüche:

Die Anzahl der Wohnungseinbrüche lag in 2015 bei 99 und in 2016 bei 100. Das dürfte man wohl als “stabil” beschreiben: Auch wenn 100 Einbrüche eine Menge scheinen, zeigt sich hier das der mediale Eindruck von “Einbruchsbanden, die marodierend durch die Stadt ziehen” nicht richtig ist.

Fazit:

Man muss kein Kriminalist sein um zu sehen, dass die Zahlen an sich gute Zahlen sind: Auch wenn die absolute Zahl der Kriminalitätsfälle leicht gestiegen ist, ist die Lage in Voerde nach wie vor positiv zu bewerten. Die Polizei wird selbst auf die Idee kommen zu fragen, woher der Anstieg kommt und wie man die Aufklärungsquote wieder erhöhen kann. Natürlich springen einen Zahlen wie der Anstieg der Gewaltkriminalität ins Auge. Die absoluten Zahlen sind aber so gering, dass es schwer ist hier eine statistische Auffälligkeit zu sehen.

Statistisch auffällig sind aber auf jeden Fall die Ausreißer in 2015 im Bereich Gewaltkriminalität und Körperverletzungen. Hier müsste man vielleicht mal im Arbeitskreis Sicherheit, wo die Polizei auch zugegen ist, nachfragen was es damit auf sich hat. Rechnet man die Ausreißer raus, ist die Lage ziemlich stabil.

Vielleicht hilft hier auch noch mal ein Blick in die Nachbarstadt, nachfolgend immer der Vergleich Voerde -> Dinslaken für 2015 und 2016:

Kriminalität: 1792/1858 -> 4589/5098
Gewaltkriminalität: 37/62 -> 130/171
Körperverletzungen: 26/49 -> 99/121
Raub: 10/10 -> 28/48

Dinslaken hat dabei ungefähr die doppelte Einwohnerzahl. Daran kann man sehr schön erkennen, dass die Kriminalität nicht proportional verteilt ist, sondern in Voerde überproportional gering. Lasst Euch also nicht einreden, in Voerde wäre es unsicher und es würde immer schlimmer: Wenn man die emotionale Komponente raus nimmt, ist die Kriminalitätslage in Voerde, verglichen mit anderen Städten, offensichtlich angenehm niedrig.

Elektro-Wertstoffboxen: Gute Ideen wollen kopiert werden

In Voerde können kleinere Elektrogeräte bei Schömakers in Hünxe im Gewerbegebiet oder bei der städtischen Sammelstelle an der Bühlstraße abgegeben werden. Auch wenn die Abgabe grundsätzlich kostenlos ist: Gut gelöst ist anders.

Denn zum einen kollidieren die Arbeitszeiten der Mitarbeiter dort natürlich auch mit den Arbeitszeiten der Anliefernden. So das für viele nur der Samstag bliebe. Und mal ehrlich: Für einen kaputten Toaster mit dem Auto nach Hünxe? Das scheint auch irgendwie unsinnig.

(Gut, man könnte auch mit dem Rad, aber lassen wir das… 😉 )

Eine Lösung, die so simpel ist, dass man sich fragen muss, warum es das ausgerechnet in Voerde nicht gibt, zeigt uns Gütersloh: Dort hat man “Wertstoffboxen” aufgestellt, in denen Kleingeräte entsorgt werden können, damit diese einem vernünftigen Recycling zugeführt werden. Und was spricht dagegen, in jedem Ortsteil von Voerde eine solche Box aufzustellen?

Grundsätzlich passiert nach der Anschaffung ja nicht viel. Steht die da, frisst sie erst mal kein Brot. Und die Intervalle der Leerung kann man ja an die Erfordernisse und die Ausnutzung anpassen.

Wir haben daher den Bürgermeister beauftragt zu prüfen, ob

  • eine solche Lösung im Rahmen bestehender Verträge schon jetzt umsetzbar wäre und
  • das wir gerne bei zukünftigen Ausschreibungen für Entsorgungsunternehmen diese Boxen im Leistungsstandarf haben wollen.

Mal sehen, wie sich die Politik in Voerde dazu positioniert und ob wir den Antrag im Rat durchbekommen. Das würde sicherlich einigen Geräten ein schamvolles Ende in der Restmülltonne ersparen 🙂

Freies W-Lan am Rathausplatz – noch dieses Jahr!

Schon 2014 haben wir Grüne einen Vorstoß in Richtung freies W-Lan in Voerde gestartet. Im September hatten ’14 hatten wir beantragt, dass zukünftig bei Umbaumaßnahmen und ähnlichem auch Freifunk eingesetzt wird.

Zwischendurch hatten wir Grüne eine eigene Lösung installiert. Das ging leider nur über einen Mobilfunkanbieter und bei ~50 GByte (ja, 50 GB!) pro Woche(!) sprengte das den finanziellen Rahmen leider.

Damals war die Rechtslage noch etwas unklar und der ursprüngliche Vorstoß fand leider nicht die notwendige Mehrheit. Der Bürgermeister hat unseren Antrag aber nicht vergessen:

Als es um die notwendigen Anpassungen im Rathaus für die zukünftige elektronische Ratsarbeit ging, haben wir am Rande noch mal darüber gesprochen, dass man dann ja auch das Projekt “W-Lan am Rathausplatz” angehen könnte.

Im  Bau- und Betriebsausschuss haben wir gestern noch mal die Gelegenheit genutzt und den Technischen Beigeordneten nach einem Sachstand gefragt. Und die überraschend eindeutige Antwort:

Ja, ist in Arbeit.

Man rechnet in der Verwaltung damit, “irgendwann um die Sommerferien” so weit zu sein, dass man auch den Rathausplatz mit freiem W-Lan versorgen kann.

Unserer Meinung nach ein sehr wichtiger Schritt, den Platz auch (gerade) jüngeren Menschen attraktiv zu machen. Von der eigentlichen Selbstverständlichkeit, dass man 2017 eigentlich an allen markanten Stellen freies W-Lan haben sollte, mal ganz abgesehen.

Wir melden uns, sobald es genauere Infos gibt 🙂

Anträge für die (Fahrrad)Infrastruktur in Voerde

Nach dem Antrag in Sachen Radschnellweg nach Duisburg haben wir dem Bürgermeister heute einen weiteren Antrag geschickt, der sich mit dem Verkehr, besonders dem Radverkehr in Voerde beschäftigt. In diesem Antrag bitten wir ihn um Prüfung und Umsetzung folgender 3 Punkte:

  1. Bei der geplanten “3-Flüsse-Route” ist im Rahmen des LEADER-Projekts eine Ausweitung auf Voerde geplant. Wir wollen, dass die Route so gelegt wird, dass Radfahrer/-innen vom Rhein aus in die Innenstadt kommen können. Zum einen bietet sich das an, weil wir mit dem Pegelanzeiger auf dem Rathausplatz einen tollen Verknüpfungspunkt haben. Und weil müde Radfahrer/-innen dann am Bahnhof Voerde auch den Zug nehmen könnten. Und natürlich haben wir die Hoffnung, dann mit Fördermitteln eine vernünftige Radwegverbindung von der Innenstadt zum Rhein zu bekommen. Denn heute findet ein Ortsunkundiger den Rhein oder die Stadt nur mit viel Glück.
  2. Beim Umbau der Dinslakener Straße wollen wir im neuen Kreisverkehr erreichen, dass die Querfurt für Fahrräder nicht abgesenkt wird. Sondern die Fahrbahn für PKW und LKW angehoben wird. Die Idee haben wir in den Niederlanden geklaut, wo das durchaus öfter zu finden ist.  Die Fahrzeugführer erhalten so ein taktiles Feedback, dass sie besonders aufmerksam sein müssen und natürlich senkt das die Geschwindigkeit.
  3. Thema Geschwindigkeit und diesmal für PKW/LKW: Wir möchten gerne, dass nach dem Umbau auf der Dinslakener Straße Nachts ein Tempo 30 vorgegeben wird. Das soll die (Lärm)Emissionen senken und die Sicherheit erhöhen.

Wir werden Euch über den Verlauf auf dem Laufenden halten 😀

Mysterium Wahlumfragen

In den aktuellen Wahlumfragen zur Landtagswahl sieht es für uns Grüne nicht gut aus. Demnach würden  wir uns um eine Blechmedallie und Platz 4 bewerben. Das wäre natürlich ganz und gar nicht schön, denn wir wollen natürlich in NRW in der Regierungsverantwortung bleiben – und sei es, damit Projekte wie “Gute Schule 2020” Bestand haben – aber natürlich auch für all die anderen guten Dinge, die wir im Land umsetzen konnten.

Wen die Details interessieren: Wir Grüne haben eine Bilanz unseres politischen Handelns veröffentlicht.

Auf der anderen Seite aber gibt es durchaus positive Nachrichten: Immer mehr Menschen erkennen, dass es Sinn macht sich politisch zu engagieren und das was wir in Voerde erleben, erleben wir auch im Bund: Grün wirkt!

In sofern wird die Landtagswahl durchaus spannend. Und wenn man sich überlegt, wie sicher alls Prognosen waren, dass Trump auf keinen Fall das Rennen machen wird….

Schauen wir mal, wie die nächsten Wochen werden und hoffen wir auf einen fairen Wahlkampf aller Beteiligter. Dann wird das diesen Frühjahr noch richtig spannend 🙂

Man wird ja mal träumen dürfen…

Zu den “aber schön wäre es doch” – Projekten der Grünen Fraktion in Voerde gehört ein Rad-Schnellweg, der Wesel, Voerde, Dinslaken und Duisburg verbindet. Wenn möglich mit Anschluß an den RS 1.

Über Facebook haben wir dann gestern den Hinweis bekommen, dass man in Duisburg wohl überlegt, im Zuge des A59-Ausbaus auch eine Nord-Süd-Trasse für Radfahrer anzubieten. Wie ernsthaft das Anliegen ist, kann man jetzt noch nicht beurteilen: Wenn sich so kurz vor der Landtagswahl SPD-Politiker so weit aus dem Fenster lehnen, muss man ja immer etwas vorsichtig sein.

Um aber eine eventuelle Chance nicht zu verpassen, haben wir gestern den Bürgermeister gebeten, er möge doch…

… in Duisburg nachfragen, wie ernst das ist und wenn es wirklich echt erscheint…

… Kontakt mit Wesel und Dinslaken für eine gemeinsame Lösung aufzunehmen.

Und wer weiß? Vielleicht erleben wir ja doch noch eine Nord-Süd-Trasse für Pendler und Touristen. Schön wäre es allemal…

Was sind schon 28.000€?

Manchmal glaubt man es ja echt nicht.

Vor einigen Monaten wurde die Entschädigungsrichtlinie für die kommunalen Politiker geändert. Neu hinzugekommen ist eine Aufwandsentschädigung für Ausschussvorsitzende, die in Voerde 28.000€ im Jahr ausmacht: Jeder(*) Vorsitzende bekommt jeden Monat eine Entschädigung – unabhängig ob überhaupt Ausschüsse stattfinden oder nicht.

In Voerde bestand schnell überparteilich Einigkeit, dass wir das nicht wollen. Es scheint schlicht nicht angebracht, auf der einen Seite Steuern zu erhöhen und über leere Kassen zu jammern und auf der anderen Seite “mal eben” solche Mehrausgaben zu realisieren.

Das Gesetz bot aber eine  Option, auf diese zusätzliche Entschädigung zu verzichten. Voerde machte davon Gebrauch und der Rat stimmte dafür, die zusätzliche Entschädigung nicht zu zahlen. Und das war nicht nur in Voerde so, sondern auch in vielen anderen Kommunen.

Offensichtlich ist aber im Superwahljahr der Innenminister nicht glücklich damit, dass seine Großzügigkeit (auf Kosten der Kommunen) nicht bei den Ehrenamtlern ankommt. Und so gibt es jetzt einen Erlass, der so verstanden werden könnte, dass ein globaler Verzicht wie in Voerde nicht möglich sein soll.

Die RP berichtet:

Seit Anfang des Jahres gelten neue Regelungen des Gesetzes zur Stärkung des kommunalen Ehrenamtes. Sie sehen vor, dass Vorsitzende von Ausschüssen des Rates, die bislang für diese Funktion keine zusätzliche Zahlung erhielten, das Doppelte ihrer Entschädigung als Stadtverordnete erhalten. Der Voerder Rat hatte allerdings schon im Dezember abgewunken. Die Politik wollte kein zusätzliches Geld für Ausschussvorsitzende. Nun aber hat der Innenminister das Ganze präzisiert. Danach können die Kommunalpolitiker nicht einfach auf das Geld verzichten.

Wie absurd ist das bitte? Und kann das mal jemand erklären, ohne dabei fast zwangsläufig auf die Idee zu kommen, dass kurz vor der Landtagswahl hier noch mal gute Stimmung gemacht werden soll? Der Innenminister verteilt hier fleissig das Geld der Kommunen und will den lokalen Entscheidungsträgern darüber die Entscheidung absprechen? (Oder sie zumindest einschränken.)

Möglicherweise läßt sich das Thema in Voerde entschärfen, wenn es nur darum geht das der Innenminister belegt haben will, dass nicht pauschal Nein gesagt wurde, sondern intensiv darüber diskutiert wurde. Hier ist jetzt erst mal Abwarten angesagt, weil mit Sicherheit auch Organisationen wie der Städte- und Gemeindebund beim Minister nachfragen werden, was genau er eigentlich will.

Aber erst mal ist so ein Erlass schon der Hammer. Und wer ihn selber mal lesen möchte:

Erlass des Innenministers

*) Ausnahme ist der Bürgermeister als Vorsitzender

Frauennetzwerkveranstaltung am 13.02. von 17.00 – 20.00 Uhr im großen Saal des Rathauses

Die Verwaltung, in Person die Sozialpädagogin Frau Kobbbert, lädt zu der oben genannten Veranstaltung ein. Da die Einladung bewußt an alle Bürgerinnen unserer schönen Stadt gerichtet ist, erlauben wir uns, sie hier im Volltext zu veröffentlichen:

“Auftaktveranstaltung zum Frauennetzwerk  „Vielfalt gegen Einfalt – Frauen in Voerde für ein besseres Miteinander“ am Montag, den 13.02.2017 von 17.00 – 20.00 Uhr im großen Saal des Rathauses Voerde

Neue Gesichter kennenlernen, sich austauschen, voneinander profitieren.

Angeregt durch das vom Kommunalen Integrationszentrum initiierte Teilprojekt  „Neuzuwanderinnen: Stark durch Bildungsperspektiven“ findet am Montag, dem 13.02.2017 von 17.00 – 20.00 Uhr im großen Saal des Rathauses eine Auftaktveranstaltung zum geplanten Frauennetzwerk „Vielfalt gegen Einfalt – Frauen in Voerde für ein besseres Miteinander“ statt. Zu dieser Auftaktveranstaltung sind Voerder Frauen aller Nationalitäten herzlich eingeladen, sich in gemütlicher Atmosphäre zu begegnen und kennenzulernen.

Das langfristige Ziel ist es, ein zwangloses Netzwerk aufzubauen, in dem Frauen aus der Stadt Voerde sich in verschiedenen Problemsituationen und Lebenslagen gegenseitig helfen und unterstützen können. Hierzu sollen kontinuierlich neue Ideen für Infoveranstaltungen, Workshops und Ausflüge gesammelt werden, die dann gemeinsam geplant und umgesetzt werden können.  
Bestenfalls soll sich aus dem großen Netzwerk eine Vernetzungsstruktur für Migrantinnen entwickeln, die neuzugewanderte Frauen darin unterstützt, zeitnah nach ihrer Ankunft in Deutschland im Bildungswesen oder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. In diesem sogenannten ‘Übergangsmanagement‘ würden sich in Zukunft die kollektiven Erfahrungen der bereits gestärkten Gemeinschaft und die breite Vernetzung im Raum Voerde als besonders profitabel erweisen.

Damit der kulinarische Genuss bei dieser ersten Veranstaltung nicht zu kurz kommt, sind kleine Beiträge zum Buffet gerne gesehen.  Für die Kinderbespaßung ist gesorgt.”

Die Veranstaltung ist offen für alle Bürgerinnen aus Voerde, daher können Sie gerne auch Ihre Bekannten über die Veranstaltung informieren. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

Herzliche Grüße und eine erfolgreiche restliche Woche,

Mia Malou Kobbert
Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin
Fachdienst Soziales
Stadt Voerde
Rathausplatz 20
46562 Voerde
Tel: 02855 – 80233

Sicherheit in Voerde?

Im vergangenen Jahr haben wir mal die Kriminalität in Voerde analysiert. Grundlage war die Auswertung der Kreispolizeibehörde.

Das möchten wir dieses Jahr auch machen und wollen dabei den Fokus ein wenig ausweiten. Die Kriminalitätsstatistik wird üblicherweise vom Innenminister im März bekannt gegeben. Anfang März kommen auch die Verkehrsunfallzahlen.

Wir haben daher den Bürgermeister gebeten, bei der Polizei Wesel für Voerde mal die Situation im Bereich Unfall und Einsätze abzufragen. Wir glauben, dass gemeinsam mit den Zahlen aus dem kommenden Kriminalitätsbericht damit ein umfassendes Bild möglich ist, wie sicher man in Voerde lebt.

Die Zahlen werden, so der Rat unseren Antrag annimmt, dann gegen Ende des ersten Quartals für den Arbeitskeis Sicherhet und Ordnung zur Verfügung stehen. Und alles was nicht Verschlusssache ist, werden wir natürlich gerne veröffentlichen.

Abgefragt haben wir die Daten für 2016 und 2015. In den Folgejahren werden wir dann immer die jeweils aktuellen Zahlen abfragen, so dass man zukünftig auch die Entwicklung von Einsätzen, Unfällen und Kriminalität gut erkennen kann.

Vielleicht hilft das ja, die oft emotional geführte Debatte über Sicherheit und Kriminalität ein wenig einzufangen und zu versachlichen. Wünschenswert ist das allemal, denn Voerde ist nach wie vor eine sichere und lebenswerte Stadt. Und wir sollten uns auch nix anderes einreden lassen.

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