Uni Vancouver: Grafische Darstellung der FischereiausbreitungIn Zusammenarbeit mit dem WWF hat die Universität von Vancouver eine interessante Visualisierung erstellt, wie sich die Fischerei in den letzten Jahren global ausgebreitet hat:
Im Auftrag des WWF hat das Projekt „Sea around us“ der Universität von Vancouver die Ausbreitung der weltweiten und europäischen Fischereiflotten untersucht. Die Infografik auf dieser Seite zeigt, wie sich die Fanggebiete der weltweiten Flotten seit 1950 ausgebreitet haben. Bis zum Jahr 2006 verzehnfachten sie ihren Radius von 10 auf rund 100 Mio. Quadratkilometer. Hier gehts zum Artikel: Klick! Atomenergie: Strahlende Nachrichten aus JapanWährend Fukushima weitgehend aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwunden ist, dauert die Katastrophe vor Ort weiter an.
Wie Tepco jetzt einräumen musste, ist die Strahlungsmenge nochmals erheblich angestiegen - auf 70.000.000 (siebzig millionen!) Becquerel pro Stunde: [Tepco] on Monday reported an increase in radioactive materials leaking from damaged nuclear reactors [...] The total amount of radioactive cesium that leaked from the containment vessels of the No. 1 to No. 3 reactors reached 70 million becquerels per hour, up 12 million becquerels from the December level [...] Quelle: Energy-News Unkonventionelles Erdgas: Suche in HünxeWie die Rheinische Post heute berichtet, hat die Gemeinde Hünxe gegen die Stimmen der Grünen den Firmen Thyssenvermögensverwaltung und PVG Patenverwertungsgesellschaft die Genehmigung erteilt, nach Flözgas zu suchen.
Angeblich ist Fracking, die vermutlich schädlichste Fördervariante, kein Thema mehr. Die Suche nach Gas beginnnt allerdings direkt mit einem Musterbeispiel dafür, wie es eigentlich nicht sein sollte. Denn Fragen nach dem wie und wo wurden wohl von den Unternehmen nicht beantwortet: Dr. Gerd Hagenguth wies ein ums andere Mal darauf hin, dass es hier lediglich um die Erlaubnis zur Aufsuchung von Flözgas gehe, nicht um Bohrungen. „Zur Bohrung kann ich nichts sagen, weil ich nichts weiß. Wir stecken unseren Claim ab, und wir legen für den ersten Schritt die Dinge offen, mehr nicht.“ Da ist die Aussage, dass das Trinkwasser nicht gefährdet werden soll wenig beruhigend... Vergrößerung des Rettungsschirms: Deutsche Blockade behindert EurorettungEin "Gastbeitrag" von Sven Giegold:
Die deutsche Bundesregierung hat beim heutigen Rat der Wirtschafts- und Finanzminister ein Signal zur Vergrößerung des Euro-Rettungsschirms verhindert. Erwartungsgemäß wurde der Start des ESM vorgezogen, die Haftungssummen wurden jedoch nicht erhöht. Dies hatten vorher Mario Monti, der IWF, die EU-Kommission, der EU-Ratspräsident sowie viele Euroländer gefordert. Darüber soll erst im März entschieden werden. Damit bleiben die Rettungsschirme weiterhin zu klein, um eine Verschärfung der Krise in Spanien und Italien aufhalten zu können. Gleichzeitig ist für das erste Halbjahr 2012 eine Rezession im Euroraum zu erwarten. Dazu erklärt Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament: "Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat aus dem Fehlern der Euro- Krisenpolitik der letzten Jahre nicht gelernt. Weiterhin blockiert sie dringend notwendige Maßnahmen zur Rettung des Euros. National begründete rote Linien werden weiterhin als Pappkameraden aufgebaut, um sie später dann wieder abzuräumen. So entsteht weder in der Öffentlichkeit noch an den Finanzmärkten Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Eurostaaten in der Krise. Die Ausweitung des Eurorettungsschirms ist notwendig, um Spanien und Italien notfalls stabilisieren zu können. Eine Erhöhung der Haftung Deutschlands entsteht dadurch noch nicht, da jedes einzelne Programm durch den Deutschen Bundestag genehmigt werden muss. Die Glaubwürdigkeit des EFSF sowie des ESM ist dadurch ohnehin begrenzt. Daher ist es ideologisch borniert, den Beschluss zur Aufstockung des Rettungsschirms zu blockieren. Den Reformbemühungen der spanischen und italienischen Regierung erweist die schwarz-gelbe Bundesregierung damit einen Bärendienst." Atomenergie: Stopp von Borssele gelungen!Manchmal zeigt Protest doch Wirkung:
Wie der niederländische Atomkonzern Delta gestern mitgeteilt hat, wird der Bau des neu geplanten Atomkraftwerks in Borssele verschoben: Keine 200 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt sollte ein neues Atomkraftwerk entstehen. Doch jetzt wurden die Pläne für den Bau eines zweiten Kernkraftwerks im niederländischen Borssele auf Eis gelegt. Der niederländische Stromversorger Delta teilte auf seiner Website mit, man habe das Projekt für zwei bis drei Jahre ausgesetzt. Für Bau des AKW war auch der deutsche RWE-Konzern als Partner im Gespräch gewesen. Als Gründe nannte Delta die derzeit niedrigen Energiepreise, die Unsicherheit über die Zukunft des europäischen Emissionshandels und das durch die aktuelle Finanzkrise ungünstige Investitionsklima. "Zusätzlich ist die Überkapazität der Stromproduktion durch die Rezession noch gestiegen", hieß es in der Mitteilung des Unternehmens. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert eine Sprecherin mit der Aussage, dass das neue AKW zwischen fünf und sieben Milliarden Euro gekostet hätte.Quelle: SpOn Tatsächlich dürfte nicht nur die Unsinnigkeit angesichts der vorhandenen Überkapazitäten den Ausschlag gegeben haben. Vielmehr dürfte die einmütige Ablehnung von Bürgern beider Länder und sogar zahlreicher Kommunen (darunter Voerde als einer der ersten) dem Konzern klar gemacht haben: Das derzeitige politische Stimmungsbild ist nicht Pro-Atom. Gleichwohl ist das "vorerst verschoben" wörtlich zu nehmen, auch angesichts der Stellung der niederländischen Regierung: Für die Regierung in Den Haag ist die Entscheidung ein Rückschlag, da sie aktiv für den Ausbau der Atomenergie eintritt. Es muss also angenommen werden, dass man zunächst die 2-3 Jahre nutzen will, um Gras über Fukushima wachsen zu lassen und das man hofft, die öffentliche Meinung würde sich wieder ändern. Auf der anderen Seite werden bei kontinuierlichem Ausbau der regenerativen Energien in 2 bis 3 Jahren noch weniger Bedarf an einem neuen Atomkraftwerk bestehen... |



