Wie ernst nimmt unser Bürgermeister die Feinstaubproblematik?

Nach über einem Monat! und nur auf Rückfrage der Fraktion der Grünen kommt jetzt eine Reaktion in Sachen Feinstaub aus dem Voerder Rathaus. Die Grünen hatten analog zu Dinslaken in einem Schreiben an den Bürgermeister auf die Problematik des Feinstaubs auch in Voerde aufmerksam gemacht.


Da Voerde im gleichen Beurteilungsgebiet wie Dinslaken liegt, wurde der Bürgermeister aufgefordert, bei der Bezirksregierung ebenso auf die Erstellung eines Emissionskatasters zu drängen. Jetzt liegt ein Gesprächstermin in der Verwaltung vor. Vorab sind schon mal Broschüren beim letzten Planungs-u. Umwelt-Ausschuss “Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen” Schwerpunkt – Feinstaub vom Forum DIE GRÜNE STADT verteilt worden. Dazu kann man nur bemerken: lasst Bäume und Pflanzen in Voerde atmen! Am Besten geeignet sind dafür die 9ha Wald auf dem ehemaligen Babcockgelände, die zur Abholzung vorgesehen sind .

Pseudo Wahlkampf

Es ist schon seltsam zu lesen, wie die FDP jetzt versucht Wahlkampf zu machen, und doch auch irgendwie immer verlässlich gleich. Statt Inhalte zu bringen, nach vorne zu schauen und die wirklich wichtigen Fragen für die Stadt Voerde zu bearbeiten, scheint die gesamte Energie derzeit in Leserbriefschreiben gegen die WgV gesteckt zu werden. Na wenn das so weitergeht kanns ja noch rihtig lustig werden. Ich denke, wir GRÜNE werden uns auf dieses Niveau allerdings auf von einer FDP nicht herunterzerren lassen.

Gute Sache

Weiberwirtschaft

Als Mitgründerin und ehemalige Vorstandsfrau des Frauenzentrums Weiberwirtschaft e.V., sehe ich mich veranlasst, gegen die meines Erachtens unbegründeten Misstrauensbezeugungen aufzubegehren. Sachliche begründete Kritik (am reduzierten Finanzierungskonzept) ist selbstverständlich und unumgänglich, wenn es um Beschlussfassungen geht; nicht aber, wenn entwürdigende und dubiose Vorwürfe der Kungelei, Schwarzarbeit etc. erhoben werden. Gegen derartige Unterstellungen muss und sollte sich der Verein zur Wehr setzen. Die 1. Vorsitzende ist zwar keine Steuerberaterin, aber immerhin Juristin. Dem neuen Vorstand sollte eine Chance gegeben sein, sich nach dem Wechsel einzuarbeiten. In den zehn Jahren der qualitativ hochwertigen Sozialarbeit sind jeweils jährlich korrekte Haushalts- und Finanzpläne vorgelegt und geprüft worden, die zu keiner Beanstandung Anlass gaben und dem jeweiligen Vorstand die Bestätigung ordentlicher Arbeit einbrachte.

Seit der Gründung des Vereins war und ist die Beratung von in Not geratenen Frauen in einem „geschützten“ Raum das Herzstück und Hauptanliegen der Weiberwirtschaft. Der Cafébetrieb, die Kurse (u.a. Sprachkurse für Flüchtlingsfrauen), Kulturprogramm, Ausstellungen, Weiterbildungen, Integrations- und Alphabetisierungskurse in der Vergangenheit bilden den sinnvollen erweiterten Rahmen des Angebotes in einer solchen Einrichtung.

Von Anfang an gestaltete sich die Realisierung dieser Zielsetzung aus finanzieller Sicht schwierig. Dem wurde jedoch durch die hohe Bereitschaft an ehrenamtlicher Tätigkeit vieler hiesiger Frauen mit beispiellosem Einsatz etwas entgegengesetzt, was jedoch heute nicht als Vorwurf, sondern als Würdigung formuliert werden sollte.

Der Bestand einer Einrichtung wie der Weiberwirtschaft über diesen langen Zeitraum hinweg, hat jeden Tag aufs Neue nervenzehrendes Engagement aller Beteiligten für die gute und gerechte Sache von benachteiligten Frauen gefordert.

Um diese gesellschaftlich notwendige Arbeit leisten zu können, bedarf es trotz des hohen Maßes an ehrenamtlichen Leistung der monetären Unterstützung, die nicht allein durch Spenden und Sponsoring aufgebracht werden kann. Die Wertschätzung eines Vereins, der die Unterstützung von sozial-unterschiedlich benachteiligten Frauen (durch Probleme psychischer, physischer, finanzieller und familiärer Art) vorantreibt, sollte der Politik ein ernstzunehmendes und grundsätzliches Anliegen sein. Was hier bezuschusst werden soll, ist nicht der „Brötchenverkauf“ oder das „Stricken für Anfänger“, sondern die Beratungstätigkeit, die für die ratsuchenden Frauen kostenlos ist, aber von einer professionellen Kraft geleistet wird. Hier tut Aufklärung not.

Dass dringend ein Zuschuss benötigt wird, um diese bisher erfolgreiche Arbeit fortzusetzen, steht außer Frage. Nicht alle Frauen unserer Stadt haben das Glück, in geordneten und gewaltfreien Verhältnissen leben zu dürfen; es sollte daher für einen höchstmöglichen Anteil erreicht werden!

Ingrid Hassmann Tillmannsweg 1 46562 Voerde

D a s I n t e r – N e s t

(die Idee hierzu hat sich durch einen Tippfehler ergeben)

Letzten Mittwoch war es, da stellte ich fest,
es gibt weltweit ein Inter-Nest –
da sitzen jetzt alle Vögel fest,
die nicht erwachsen werden wollen,
und sich einander Aufmerksamkeit zollen.

Sie trotzen mit Zugvogel-Verweigerung
und kommen nicht so recht in Schwung.
Die Gesangsentwicklung stagniert bei vielen,
am Federkleid entsteh’n bereits Schwielen.

Obwohl das Nest warm und sehr micro-soft,
wird auch hier auf ökologischen Wandel gehofft.
Um geeigneten umweltfreundlichen Strom
kümmern sich Dompfaff und Lerche schon.

Ins Landschaftsbild fügt sich das world-wide Nest
nicht ganz so gut ein, eher etwas wild-west.
Besieht man den Spaß der zwitschernden Meute,
lässt man es gelten, so ist das heute!

Es tummeln sich Eisvogel, Star und Specht,
die Single-Möwe hat hier Gewohnheitsrecht.
Auch Amsel, Drossel und Zwergpapagei
reih’n sich ein, ganz munter, ganz vorurteilsfrei.

Denn heut’ treffen sich im Nest der Musigranten-Stadl
und selt’ne Paradiesvögel von hohem Adel;
letztere brüten wilde Stories wie Eier aus,
verlassen dann fluchtartig das Gastgeberhaus,

während ein gestreift-kolumbianischer Eierleger
und der ostwestfälische Berberitzenjäger
ihr Federkleid putzen und kommunizieren
über die Möglichkeit, beim Nestbau zu differenzieren.

Die Ornitologen sind hoch erfreut;
Futter wird täglich von Bill Gates gestreut.
Das Inter-Nest bietet Platz für jeden,
für Vogel-Freuden und für Vogel-Fehden.

Ich hoffe, ihr habt das richtig verstanden,
hier kann man ohne Landebahn landen
und die Luft bleibt nahezu unverschmutzt,
wenn ein bunter Vogel das Inter-Nest nutzt.

Copyright: Ingrid Hassmann

CDU Konter mal wieder voll daneben

Rheinische Post vom 07.03.2009

In der Ausgabe der Rheinischen Post von heute findet man einen Bericht der CDU, die versucht einen Konter auf den Artikel der WGV zur Unterstützung des Bügermeisterkandidaten der SPD zu landen. Dabei wird für mich deutlich offensichtlich, wofür die CDU im Moment steht: Unterstützung ihrer eigenen Interessen und Scheinargumente. Da ist zum Beispiel davon die Rede, dass der amtierende Bürgermeister eine ausreichende Anzahl von Kindertagesbetreuungsplätzen geschaffen habe. Das, liebe CDU ist allerdings Pflichtaufgabe der Kommune. Den überwiegend vermarkteten Teil des Babcockgeländes habe ich noch nicht gesehen. Es ist auch die Rede von der Schulsanierung … klasse, auch das machen alle Kommunen. Das einzig Innovative, das Herrn Mölleken einfällt um zu beweisen, dass Herr Spitzer kein Verwaltungsmeister ist, ist das Eurograb Sportstättenverlagerung. Dies -obwohl von einer Vielzahl der Vereinsmitglieder nicht gewollt, von der Mehrzahl der Anwohner nicht gewünscht – immer noch zu wollen, obwohl Voerde im Jahr 2012 wieder im Haushaltssicherungskonzept sein wird, wie es dem Haushaltsentwurf 2009 zu entnehmen ist, ist kein Beweis für die Stärke des CDU-Bürgermeisters. Dies ist ein Hinweis auf Verwaltungsmüdigkeit!

Und weiter im Galopp

Herr Wittke geht und mit ihm ein paar Stundenkilometer,
ein klares Ziel vor Augen, doch zeitverzögert, etwas später,
bezwingt die Wahrheit kühne Raserträume
und führt zum Weiterleben uns’rer Bäume.
Denn manchmal kommt der Abschwung schneller als gedacht,
ein vormals gutes Vorbild hat das selbst entfacht.

Neue Risiken rollen tagtäglich an,
im Falle von Telekom und Bahn
spielt Datenschutz keine Rolle mehr
ausgehorcht wird nach eig’ner Begehr.
Die mehdornschen Beteuerungen
sind soviel wert wie die Verteuerungen.
Am Bahnsteig weht ein eiskalter Wind,
der jeden Tag neue Erkenntnisse bringt.

Die Köln-Düsseldorfer Achse ist ein Skandal,
hast zwischen Kölsch und Alt keine Wahl,
das könnte zur Städte“freund“schaft mutieren,
wer wird dann wem wohl was diktieren?
Der Schrei nach einem Anti-Klüngel-Gesetz
verendet bestimmt in einem Fußballnetz.

Sei Glos nicht zerkirscht,
die Abwrackprämie zeigt Wirkung und
der Planet Auto verwandelt sich in Leuchtquallen;
der Lack ist zwar ab –
jedoch drunter wird’s grün –
kein Rost weit und breit.

Ersteigen wir nun den Gipfel,
der uns noch Sorgen macht,
den gutten Berg der Wirtschaft?
Die fetten Jahre sind zwar vorbei –
aber: Wir sind ja noch Papst.

Der Aufstand der Besserwisser
setzt sich fort –
Irritationen um einen Staat als Bankensanierer
und Autokonzern-Retter nehmen zu;
die Bobby-Car-Flotte neigt zu verhaltener Freude
und Will Smith hat sieben Leben …

Copyright: Ingrid Hassmann

Kulturpaket II?

NRZ vom 07. 04. 09:
“Gelder aus dem Konjunkturpaket II können nach Angaben von Kultur-Staatssekretär Hans Heinrich Grosse-Brockhoff auch für Investitionen im Kulturbereich genutzt werden. In einem Schreiben an die NRW-Kulturdezernenten heißt es:
‘In Zeiten der Wirtschaftskrise halten viele Kunst und Kultur für einen Luxus. Wir teilen diese Einschätzung nicht’.”

Anmerkung: Wir auch nicht … ! Ingrid Hassmann

Wahltermin im Juni gekippt

Eigentlich ist es eine gute Nachricht: Das Landesverfassungsgericht in Münster hat den Plan des FDP-Innenministers gekippt und die Wahl im Juni verboten. Ich hatte es geahnt. Auch im Netz gibt es natürlich neben der Presse bereits erste Blogger-Stimmen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen:


So schreibt zum Beispiel Martina Kausch völlig zu recht:

Und wieder mal musste ein Verfassungsgericht einschreiten, um eine politische Entscheidung zurückzupfeifen. Und wieder war die Begründung “mit demokratischen Grundsätzen unvereinbar und nichtig”

Quelle: Klick!

Wie krass das ist wird vielleicht klar, wenn man sich vergegenwärtigt, dass Rüttgers und sein Innenminister Wolf (FDP) damit bereits mit dem 6. Gesetz gescheitert sind! Man könnte sie also quasi als “Intensivtäter” beim Verfassungsbruch bezeichnen.

Insbesondere bei Dr. Ingo Wolf, dem Innenminister von NRW ist das schlimm: Er ist der Hüter der Verfassung!

Doch was passiert jetzt?

Statt die Kommunal-Wahl wie ursprünglich vorgesehen im September, zusammen mit der Bundestagswahl durchzuführen, soll sie nunmehr am 30. August stattfinden. Das ist ein Desaster:

  • Die FDP will auf keinen Fall mit der Bundestagswahl zusammen gehen, da es bekannt ist, dass sie eher von einer niedrigen Wahlbeteiligung profitiert, während eine Hohe Beteiligung eher der SPD zu Gute kommt. Diese kann bei der Bundestagswahl angenommen werden.
  • Die CDU und die Linke halten sich auffallend bedeckt.
  • Die Grünen sind für eine Zusammenlegung mit der Bundestagswahl, schon aus Gründen der Gleichbehandlung aller potentiellen Wähler, aber ebenso aus finanziellen Gründen.
  • Es werden weiter Erstwähler um ihr Recht geprellt!

Konkret ist es so, dass eine Wahl im August auch noch erheblich Mehrkosten produziert:

Einzelne Städte rechnen mit bis zu 500.000 Euro Mehrkosten (Essen), selbst Bottrop ist mit mehr als 200.000 Euro dabei. Und das sind reine Steuergelder – insgesamt wird der Betrag 6-Stellig! Nur dafür, dass die FDP eine bewusst möglichst geringe Wahlbeteiligung bekommt!

Als Wähler & Bürger bin ich absolut entsetzt darüber, wie hie raus parteipolitischem Kalkül mit den Grundrechten unserer Gesellschaft gespielt wird.

Was bleibt ist zu hoffen, dass es nicht zu einem Wahltermin 30. August kommt.

Plädoyer für einen fairen Wahlkampf

Politischer Rat-Schlag

Adenauer nicht so rum

und merkel auf

wenn dich etwas stoibert

setze Herzen in Brandt

und bütikofere Gemeinschaft

verwaigel dich nicht dem Gespräch

denn hinterm nächsten Bush

hockt schon ein grüner Fischer

wehner trifft, angelt er selbst

kühn, der Ast, auf dem ich sitze

und Rice wächst nicht auf Bäumen

vermissfeldern wir unsere Zeit nicht

sondern genschern ein Weilchen

und reden uns das von der Leber

was gestern der frühe Vogel riet

den Stein meiert der klare Verstand

trittin nicht vorzeitig nieder

schnarre am Berge

jedoch leutheussere nicht

schau auf die Westerwelle am Strand

und genieße dein Putin

leye dir von der Ewigkeit Zeit

doch rürup nur solange

wie es dich riestert

und schröder dein Leben

Wandere mit Merz im August,

wo Roth 100 % grün ist,

geh’ mit frischer Kraft voran;

denn Höhn-Angst ist heilbar.

Wirf die Sommer-Ideen über Bord

und Koch zunächst mit Wasser;

go Beck to the roots

und frage Amerika,

Ob a ma wiederkommt – als Präsident?

Es müntet so an –

Während Sack-wasch-willi* neue Landkarten träumt,

ist mir so Ypsilanti – schon wieder!

Copyright: Ingrid Hassmann

*(Saakaschwili)

Fair-wunderung | Jugendhileausschuss am 18.02.2009

Mit Verwunderung habe ich heute den Jugendhilfeausschuss erlebt.
Während die Stockumer Schule ihren Projektantrag zur Aktiven Partizipation von Jugendlichen zurück gezogen hat, da sie den Eigenanteil nicht aufbringen kann, überlegt die Verwaltung, ob und wie sie (schon wieder) die Skater-Anlage verschieben kann. In den Mitteilungen der Verwaltung war zu erfahren, dass Jugendliche die Anlage nicht “ordnungsgemäß” benutzen. Sie treffen sich dort um “Alkohol zu konsumieren und Scherben zu produzieren”. Das Jugendzentrum sieht sich nicht mehr in der Lage, dieses hinzunehmen, die Verwaltung läßt die Rampe nun erst mal wieder abbauen. Vergaß ich zu erwähnen, dass für mehrere tausend Euro (!) diese Rampe erst vor Kurzem repariert und versetzt wurde? Fakt ist, dass die einzige Einrichtung für Jugendliche (Stockumer Schule) Projekte wegen Geldmangel einstellen muss, während ein gut ausgestattetes Jugendzentrum (demnächst um eine 30.000 Euro pro Jahr teure aufsuchende Jugendarbeiterstelle aufgestockt) für ein Problem mit Jugendlichen als einzige Lösungsmöglichkeit die Verdrängung sieht?
Ich habe im JHA gegen den Vorschlag der Verwaltung gestimmt, die Finanzielle Situation der Stockumer Schule nicht zu verbessern. Leider haben die anderen Fraktionen sich nicht daran beteiligt, sie hatten noch nicht einmal Beratungsbedarf (…)

Holger Mrosek
Jugendpolitischer Sprecher